Botschafter erzählt von Treffen: Trump soll Xi Verkauf von Waffen angeboten haben

Botschafter erzählt von TreffenTrump soll Xi Verkauf von Waffen angeboten haben
28.09.2026, 10:53 Uhr

Taiwan hofft auf Unterstützung der USA, um sich gegen China zu verteidigen. Nun soll Trump jedoch dem chinesischen Staatschef Waffen angeboten haben. Unterdessen erneuert Xi seine Warnung an den US-Präsidenten.
Vor dem Hintergrund der Bedenken Chinas gegen Waffenverkäufe an Taiwan soll US-Präsident Donald Trump dem chinesischen Staatschef Xi Jinping bei seinem Besuch in Washington angeboten haben, Peking Waffen zu verkaufen. Das sagte der US-Botschafter in China, David Perdue, in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. Der "New York Times" zufolge teilte das Weiße Haus auf Anfrage jedoch mit, man habe "keine Pläne", Waffen an China zu verkaufen. Das US-Recht verbiete solche Verkäufe.
China zählt die unabhängig und demokratisch regierte Insel zu seinem Staatsgebiet und drohte mehrfach damit, diese auch mit Hilfe des Militärs an sich zu binden, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen. Washington erkennt Taiwan zwar nicht offiziell an, ein US-Gesetz verpflichtet Washington jedoch, Taiwan Waffen zu dessen Verteidigung bereitzustellen. US-Waffenverkäufe an Taiwan sind seit langem ein heikles Thema zwischen Washington und Peking.
US-Botschafter Perdue zufolge wurde das Thema auch bei Xis USA-Besuch in der vergangenen Woche angesprochen. "Präsident Trump sagt weiterhin, 'Hey, wir verkaufen Waffen an andere Leute in aller Welt.' Er hat Präsident Xi tatsächlich an einer Stelle gefragt, ob er welche kaufen wolle", sagte Perdue in dem Interview. "Es gibt weiterhin Gespräche über andere Verkäufe, (Trump) und Präsident Xi sprechen jedes Mal darüber, wenn sie sich treffen", sagte Perdue weiter und fügte hinzu, dass sich die US-Haltung nicht verändert habe.
China hatte Taiwan im Juni gewarnt, dass das Streben nach Unabhängigkeit mit militärischen Mitteln oder indem Taipeh sich auf die USA verlasse, eine "Sackgasse" sei. Im Dezember hatten die USA einen Rüstungsvertrag im Umfang von elf Milliarden Dollar (gut neun Milliarden Euro) mit Taiwan verkündet. Dem US-Botschafter Perdue zufolge wären dies "mehr Waffen für Taiwan als unter jedem anderen Präsidenten seit 1979".
Während seines Besuchs in Washington hatte Xi seine Warnung wiederholt, dass Trump bei Taiwan "Vorsicht" walten lassen solle, und forderte die USA sogar auf, sich ausdrücklich gegen eine Unabhängigkeit Taiwans zu stellen.
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