Trump reduziert Militärübungen mit Südkorea "wesentlich"
US-Präsident Donald Trump will mit Verweis auf seine "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine unmittelbar bevorstehende gemeinsame Militärübung mit Südkorea deutlich kleiner ausfallen lassen. Zudem ließ er durchklingen, dass die seit Jahren üblichen Manöver mit den südkoreanischen Streitkräften künftig auch ganz entfallen könnten.
Er sei nicht glücklich darüber, dass die USA vor langer Zeit solchen gemeinsamen Übungen zugestimmt hätten, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Diese sendeten ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an ein Land, das - solange er Präsident gewesen sei - keine Bedrohung dargestellt und sich respektvoll verhalten habe.
Deshalb, und weil es zu spät für eine Absage ist, habe ich Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen deutlich zu reduzieren!
Donald Trump, US-Präsident, auf der Onlineplattform Truth Social
Nordkorea rüstet auf, verbündet sich mit Russland und China – und beutet sein Volk aus. Die ZDF-Doku enthüllt Kim Jong-uns Machtspiele, militärische Ambitionen und das Leid der Menschen.
03.03.2026 | 43:44 minUSA seit langem wichtigster Verbündeter Südkoreas
Südkorea und die USA trainieren jährlich zusammen, um die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit zu festigen. Die USA sind seit langem der wichtigste Verbündete Südkoreas. Dort sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert. Am Montag beginnt die elftägige gemeinsame Militärübung "Ulchi Freedom Shield" in Südkorea, die offiziell der Vorbereitung auf eine möglicherweise notwendige Verteidigung gegen Nordkorea dient.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte am Montag, die Militärübungen mit den USA würden wie geplant stattfinden. "Wir werden wie zuvor angekündigt und geplant verfahren", sagte ein Ministeriumssprecher. An den am Montag beginnenden Übungen sollen rund 18.000 südkoreanische Soldaten teilnehmen. Regierungsvertretern zufolge liegt der Schwerpunkt auf der Abwehr von Drohnen und Cyberangriffen sowie der Störung von GPS-Signalen.
Beim ersten Besuch in Pjöngjang seit sieben Jahren bekräftigt Chinas Staatschef Xi die Unterstützung für Kim und wirbt für eine engere Sicherheits- und Wirtschaftspartnerschaft.
08.06.2026 | 2:40 minTrump betont gutes Verhältnis zu Kim Jong Un
Erst am Samstag hatte Trump ein Bild von sich Seite an Seite mit Nordkoreas Machthaber verbreitet und das gute Verhältnis zu Kim betont. In seinem neusten Post betonte er auch, dass die Militärübungen kostspielig seien und ein Großteil dieser Kosten von den USA getragen werde. Trump erwähnte zudem, dass Südkorea kürzlich seine Bitte abgelehnt habe, sich den Bemühungen um eine Denuklearisierung Irans anzuschließen.
Der US-Präsident suchte in der Vergangenheit immer wieder Kontakt zu Nordkoreas Machthaber und traf ihn während seiner ersten Amtszeit mehrfach zu Gesprächen. Bei einem Gipfeltreffen in Hanoi im Jahre 2019 reiste Kim nach einem diplomatischen Eklat vorzeitig ab. Als Trump in seiner zweiten Amtszeit im Herbst 2025 auf Asien-Reise unterwegs war, äußerte er Interesse an einem weiteren Treffen mit Kim, das seither aber nicht zustande kam.
Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas eine ballistische Rakete abgeschossen. Sie stürzte außerhalb japanischer Gewässer ins Meer. Japans Verteidigungsminister spricht von einer Bedrohung.
12.08.2026 | 0:25 minNordkorea wegen Atomprogramms mit Sanktionen belegt
Bislang hält die US-Regierung an ihrem erklärten Ziel fest, Nordkorea nuklear vollständig abzurüsten. Das weitgehend abgeschottete Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie zusätzlichen US-Sanktionen belegt. So ist es Nordkorea gemäß Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Dass es zuletzt trotzdem erneut mehrere Raketentests gab, werteten Experten als Machtdemonstration und Zeichen des Protests gegen die jährlichen Militärübungen der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte.
Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand.
Quelle: dpa, AFP, Reuters
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 17.08.2016 ab 5:30 Uhr.
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