Trump: Moskau und Kiew stoppen Angriffe auf Energieanlagen
Die Ukraine und Russland wollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keine Energieanlagen im jeweils anderen Land mehr angreifen.
Trump schrieb am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social:
Die Ukraine hat zugestimmt, keine russischen Energieziele mehr anzugreifen. Russland hat zugestimmt, ebenso zu handeln!
Donald Trump
Eine Bestätigung aus Kiew und Moskau für die Angaben lag zunächst nicht vor.
In Russland belasten vor den Wahlen am 20. September die Treibstoffkrise sowie Angriffe auf Logistikzentren den Alltag. Sie bedrohen die Existenz von Landwirten und Kleinunternehmern.
09.09.2026 | 8:38 minGegenseitige Angriffe auf Energieinfrastruktur
Die Ukraine hatte in den vergangenen Monaten schwere Angriffe gegen die russische Erdöl-Industrie geflogen und damit zeitweise für Engpässe auf dem Treibstoffmarkt in Russland gesorgt.
Moskau antwortete mit gezielten Angriffen auf Anlagen in der Ukraine und nahm auch einzelne Tankstellen ins Visier. Auch auf dem Schwarzen Meer griffen die Kriegsgegner jeweils Ziele der anderen Seite an.
Beim Besuch der US-Sondergesandten Anfang September in Kiew ging es um mögliche Wege zu einem Ende des Ukraine-Krieges.
06.09.2026 | 1:12 minTrump: Angriffe sorgen für Dieselknappheit
Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erst am Vortag aufgerufen, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen und ihn für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht.
"Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen", sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Trump ließ dabei außen vor, dass die jüngste Energiekrise erst durch den Krieg der USA und Israels gegen Iran und die Situation in der Straße von Hormus ausgelöst wurde.
- Hormus-Krise: Friedenstreffen geplatzt, Öl teurer
- E10 erreicht Rekordpreis, Diesel nähert sich Höchststand
Seit dem Ende des Tankrabatts ist der Benzinpreis in Deutschland deutlich gestiegen – am Wochenende erreichte er einen neuen Rekordwert. Laut ADAC ist das Tanken zu teuer geworden.
14.09.2026 | 1:43 minSelenskyj will mit Trump sprechen
Trump hatte auch mitgeteilt, die USA hätten mit Selenskyj bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. "Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt." Seit Sonntag gab es keine Berichte über neue Angriffe auf Energieanlagen der Kriegsparteien.
Selenskyj hatte zuvor erklärt, er wolle sich am 20. oder 21. September in New York mit Trump treffen, um mit ihm über Feuerpausen auf dem Meer sowie für Energieanlagen zu sprechen. Im ukrainischen Fernsehen sagte er:
Wir sind offen für eine entsprechende Feuerpause in den Bereichen Seeverkehr und Energie.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Er werde all das mit dem US-Präsidenten besprechen, sofern es mit dessen Plänen übereinstimme und es Selenskyj gelinge, nach New York zu fliegen.
Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:
Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der UkraineSeit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Liveblog
Quelle: dpa, AFP, ZDF
Über das Thema berichtete das auslandsjournal am 09.09.2026 um 22:15 Uhr.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.