Schlappe für Trump, Herbstgutachten und Warnung von KI-Chefs
Guten Abend,
Rückschlag für Trump vor US-Gericht: Washingtons oberster Türsteher darf Journalisten nicht einfach den Zutritt zum Weißen Haus verwehren. Außerdem verbessern die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognose. Und in New York warnen die Chefs der großen US-amerikanischen KI-Firmen vor ihrer eigenen Technologie.
US-Bundesgericht kippt Trumps Zugangsverbot zum Weißen Haus
- Das ist passiert: Die von US-Präsident Trump verhängte Sperre für Journalisten von CNN, MS NOW und Politico ist offiziell gerichtlich aufgehoben - trotzdem durften heute noch nicht alle Mitarbeiter der betroffenen Medienhäuser wieder das Weiße Haus betreten, wie sie selbst bekannt gaben.
- Das ist der Hintergrund: Eigentlich hatte ein US-Bundesgericht das Vorgehen des US-Präsidenten als wahrscheinlich verfassungswidrig eingestuft. Die ausgeschlossenen Medienportale waren dem US-Präsidenten ein Dorn im Auge. Trump begründete seine Verfügung über den Ausschluss damit, dass sie "Fake News" verbreiten - gegen die freie Presse habe er nichts.
- Darum ist das wichtig: Kritiker bewerten Trumps Vorgehen als klaren Angriff auf die Pressefreiheit und den Versuch, kritische Medien einzuschüchtern. In der richterlichen Verfügung heißt es: "Personen eine Benachrichtigung und die Möglichkeit zur Anhörung erhalten müssten, bevor ihnen die Regierung ein verfassungsrechtlich geschütztes Interesse entzieht". Sie gilt zunächst für 14 Tage.
Was den Ausschlag dazu gegeben haben könnte, dass Trump überhaupt zu dieser rigorosen Maßnahme gegriffen hat, erklärt unser Korrespondent David Sauer:
ZDFheute live vom 22.09.2026 um 20:34 Uhr.
22.09.2026 | 8:48 minBessere Wachstumsaussichten laut Herbstgutachten
- Das ist passiert: Nach Berechnungen der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wächst die Wirtschaft im Land stärker als noch im Frühjahr angenommen. Sie haben ihre Herbstprognose angehoben.
- Das ist der Hintergrund: Die Expertinnen und Experten gehen nun von einem Wachstum in Höhe von 1,3 Prozent für das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr aus. 2027 sollen es noch 1,1 Prozent werden. Zuvor waren 0,6 Prozent für dieses Jahr und 0,9 Prozent für nächstes Jahr angenommen worden.
- Darum ist das wichtig: Die Wirtschaft entwickle sich robuster als erwartet, sagt der Konjunkturchef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller. Der Aufschwung werde jedoch weiterhin von hohen Energiepreisen und Strukturproblemen belastet. Die Exportzahlen sowie die Finanzpolitik der Bundesregierung mit den Töpfen für Infrastruktur und Verteidigung stärken das Wachstum - zudem helfe der KI-Boom der Wirtschaft.
- Exporte und KI: Diese fünf Branchen sorgen für Aufschwung in der Wirtschaft
- Herbstgutachten: Institute verdoppeln Prognose für Wirtschaftswachstum
heute xpress vom 24.09.2026 um 12 Uhr.
24.09.2026 | 1:25 minFirmenchefs warnen vor KI-Gefahren im UN-Sicherheitsrat
- Das ist passiert: Die Firmenchefs der größten US-amerikanischen KI-Firmen haben vor dem UN-Sicherheitsrat vor den Risiken der Technologie gewarnt. "Wir sind an einem Scheideweg angelangt. Dieser Zeitpunkt verlangt nach extremer Vorsicht", sagte OpenAI-Chef Sam Altman vor dem Gremium in New York.
- Das ist der Hintergrund: KI sei "die größte Sicherheitsherausforderung, mit der die Welt heute konfrontiert ist", sagte der per Video zugeschaltete Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei. Sie könnte bei schlechter Handhabung ein Risiko für die gesamte Menschheit sein.
- Darum ist das wichtig: Es gebe besonders zwei große Risiken: den Verlust der Kontrolle über KI und die "Konzentration von zu viel Macht in zu wenigen Händen", sagte OpenAI-Chef Altman. In den letzten Wochen gab es immer wieder Meldungen über KI-Systeme, die über die Stränge schlagen. Zuletzt hatte heute Morgen die Nachricht für Aufsehen gesorgt, dass ein KI-Agent von OpenAI in Australien ein Regierungsportal gehackt hat. Bei einer anderen aufsehenerregenden Hacking-Attacke war eine Software in einem Testlauf aus der abgesicherten Umgebung ausgebrochen und war selbstständig in Systeme einer KI-Firma eingedrungen. Amerikanische KI-Firmen wie OpenAI haben sich dazu bereit erklärt, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen.
ZDFheute vom 24.09.2026 um 08:33 Uhr.
24.09.2026 | 0:29 minMehr zum Thema sehen Sie auch bei ZDFheute live:
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