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Wednesday, October 21, 2026

"Schrecklicher Aussetzer": Titans entlassen Elliott nach Waffen-Vorfall

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Nach einem Trainingsstreit soll Jordan Elliott zu seinem Auto gegangen sein, um eine Schusswaffe zu holen. Die Titans haben ihn entlassen - Robert Saleh hat anschließend einen bemerkenswerten Appell an die gesamte NFL gerichtet.

Jordan Elliotts Zeit bei den Titans endete bereits nach fünf Einsätzen abrupt.

Jordan Elliotts Zeit bei den Titans endete bereits nach fünf Einsätzen abrupt. DENNY SIMMONS / THE TENNESSEAN / USA TODAY NETWORK

Was auf dem Trainingsplatz mit einer Auseinandersetzung begann, hätte offenbar deutlich schlimmer enden können. Die Tennessee Titans entließen Defensive Tackle Jordan Elliott am Dienstag, nachdem der 28-Jährige nach einem Streit mit Teamkollege JC Latham zu seinem Auto gegangen sein soll, um eine Schusswaffe zu holen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Donnerstag. Elliott wurde Berichten zufolge nach der Rangelei vom Trainingsfeld geschickt, legte seine Ausrüstung ab und lief anschließend in Richtung der Spielerparkplätze. Überwachungskameras sollen die gesamte Szene aufgezeichnet haben.

Defensive Lineman John Franklin-Myers griff glücklicherweise rechtzeitig ein und schaffte es, seinen Teamkollegen zu beruhigen. Verletzt wurde niemand. Laut NFL Network verließ die Waffe Elliotts Parkplatz nicht. Ob er sie tatsächlich aus dem Fahrzeug nahm, wird in den bisherigen Berichten unterschiedlich dargestellt.

Titans ziehen nach interner Prüfung Konsequenzen

Elliott fehlte am folgenden Freitag aus "persönlichen Gründen" im Training und reiste anschließend auch nicht zum 26:20-Erfolg bei den Indianapolis Colts. Am Dienstag teilten die Titans schließlich mit, dass sie den Vorfall vom 15. Oktober untersucht und daraufhin die Entlassung beschlossen hätten. Weitere Angaben machte das Franchise nicht.

Bei der Polizei in Nashville ging nach Angaben von A to Z Sports weder eine Anzeige noch eine Mitteilung der Titans ein. Auch eine Anklage ist bislang nicht bekannt. Die NFL prüft die Berichte über den Vorfall jedoch.

Saleh verteidigt Elliotts Charakter

Robert Saleh stellte die Entscheidung der Titans derweil nicht infrage und betonte, dass auf dem Teamgelände klare Regeln für Schusswaffen gelten. Gleichzeitig wehrte sich der Head Coach dagegen, Elliott ausschließlich über diesen Vorfall zu definieren. "Er ist ein guter Mensch. Er hatte einen schrecklichen Aussetzer, den ich eher als Hilferuf als als kriminelle Handlung sehe", erklärte Saleh auf seiner Pressekonferenz am Mittwoch.

Der Coach beschrieb Elliott als hart arbeitenden Familienvater, der zuvor nie durch ähnliche Probleme aufgefallen sei. Saleh kündigte sogar an, gegenüber jedem der übrigen 31 Teams für dessen Charakter einzustehen. Benötige ein Playoff-Anwärter einen starken Verteidiger gegen den Lauf, könne er ihn jederzeit anrufen.

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Saleh verwies in diesem Zusammenhang auf zwei NFL-Spieler, die innerhalb des vergangenen Jahres durch Suizid gestorben waren. Namen nannte er nicht. Gemeint sein dürften jedoch der frühere Cowboys-Verteidiger Marshawn Kneeland und Rondale Moore.

Einen direkten Zusammenhang zu Elliotts psychischer Verfassung stellte Saleh ausdrücklich nicht her. Vielmehr wollte er verdeutlichen, wie wichtig es sei, mögliche Hilferufe ernst zu nehmen und Spielern frühzeitig Unterstützung anzubieten, da diese "wirklich einiges durchmachen" würden.

Elliott war erst im März nach zwei Jahren bei den San Francisco 49ers nach Tennessee gewechselt. In fünf Einsätzen verbuchte er elf Tackles. Ob der frühere Drittrundenpick noch einmal eine NFL-Chance erhält und ob die Liga weitere Konsequenzen ausspricht, ist derzeit offen.

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