The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 28, 2026

"Wer wird Millionär?": Putzfimmel und Vogelspinnen: Jauch wundert sich über Kandidaten-Hobbys

Translate

"Wer wird Millionär?"Putzfimmel und Vogelspinnen: Jauch wundert sich über Kandidaten-Hobbys

28.09.2026, 23:18 Uhr

imageVon Kai Butterweck

DAF65 (1)
Die Frisur sitzt bei "Wer wird Millionär?"-Moderator Günther Jauch - meistens. (Foto: RTL)

Der übliche WWM-Kandidat hat gerne mal ungewöhnliche Hobbys. So staunt Günther Jauch diese Woche über eine ausgeprägte Leidenschaft fürs Staubsaugen und haarige "Zimmergenossen". Auch seine Haare werden zum Thema.

Der klassische "Wer wird Millionär?"-Kandidat hat nicht nur viel Aufregung, Hoffnung und eine imaginäre randvolle Allgemeinwissen-Speicherplatte mit im Gepäck. Gerne plaudert man auch mal aus dem privaten Nähkästchen und verrät dabei so manch ungewöhnliche Leidenschaft.

Wie beispielsweise Denise Herzog-Weinert. Sie kommt aus dem kleinen Städtchen Kiedrich bei Wiesbaden. Die verheiratete IT-Beraterin lässt die 500-Euro-Hürde ruckzuck hinter sich. Ähnlich schnell ist sie zu Hause mit dem Staubsauger unterwegs. "Ich habe einen Putzfimmel!", verrät die Kandidatin. Bei dem Thema zieht Günther Jauch kurz die Augenbrauen hoch. Wie es daheim bei dem Moderator um die Arbeitsaufteilung im Haushalt bestellt ist, verrät er nicht. Muss er aber auch nicht. Die redselige Kandidatin genießt mit ihren privaten Einblicken die volle Aufmerksamkeit des Studiopublikums.

Screenshot 2026-09-28 153036
Denise Herzog-Weinert möchte sich vom WWM-Gewinn einen neuen Staubsauger kaufen. (Foto: RTL+)

Gesaugt wird schon "vor dem Frühstück". Und wenn der Gatte meckert, saugt Denise Herzog-Weinert "einfach weiter". Die passionierte Hobby-Putzfrau, die ihren im Publikum sitzenden Bruder erst vor einem Jahr kennengelernt hat, würde sich nur allzu gerne "einen neuen Staubsauger" gönnen. Nach einer durchweg soliden Quiz-Vorstellung, steht die Kandidatin vor der 32.000-Euro-Frage, die da lautet: "Bei welcher Papierart, die Gewicht und Dicke des Werks reduziert, verweist der Name auf die ursprüngliche Verwendung?" Leider haben weder die Kandidatin, noch ihr als Telefonjoker fungierender alter Geschichtslehrer eine Ahnung, wie die Antwort lautet. Könnte es vielleicht das "Telefonbuchdruckpapier" sein? Denise Herzog-Weinert ist "keine Zockerin". Und so schließt sie ihr "WWM"-Kapitel mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht und der Gewissheit, dass man sich für 16.000 Euro auf jeden Fall einen richtig schönen neuen Staubsauger kaufen kann.

Günther Jauch muss seine Frisur richten

Giuseppe Russo aus Grevenbroich ist der zweite Kandidat des Abends. Der 38-Jährige hat sich noch gar nicht richtig vorgestellt, da schaltet sich die Regie ein und bittet Günther Jauch um eine spontane Frisur-Korrektur. Dem Moderator stehen doch tatsächlich ein paar graue Haare ab. Ein geübter Griff an den Hinterkopf bringt alles wieder in Form. Zurück zu Herrn Russo. Der Rechtsanwalt mit italienischen Wurzeln marschiert ähnlich unspektakulär wie seine Vorgängerin durch den Frage-Parcours. Verrückte Hobbys gibt es keine, dafür Bilder aus der Kindheit mit spitzbübischem Lächeln und der klassischen Maradona-Perücke auf dem Kopf.

Um die 16.000-Euro-Hürde zu nehmen, vertraut sich Giuseppe einem kecken Rentner aus dem Publikum an. Der Einzeljoker trägt ein Shirt, auf dem ein großes "R" und das Bild einer Ente zu erkennen sind. Günther Jauch fasst sich amüsiert an den Kopf. Der Herr aus dem Örtchen Kenzingen in Süd-Baden ist sich "ziemlich sicher", dass der Kleiber als einziger heimischer Vogel in der Lage ist, einen Baumstamm kopfüber hinunterlaufen zu können. Giuseppe zeigt mit dem Daumen nach oben. Und auch die Regie gibt grünes Licht. Kurz darauf steht dem Kandidaten aber niemand mehr helfend zur Seite. Alle Joker sind weg. Und die 32.000-Euro-Frage hat es in sich. "Wer feierte unlängst aufgrund einer Gründungswelle im Winter 1965/66 seinen 60. Geburtstag?" Zehn bedeutende deutsche "DAX-Unternehmen", "Fußballklubs", "Schauspielhäuser" oder "Karnevalsgesellschaften"? Giuseppe Russo hat keinen blassen Schimmer. Gezockt wird aber nicht. Und so geht auch der verheiratete Dreifach-Vater mit 16.000 Euro nach Hause.

Vogelspinnen und Lord Voldemort

Nach dem Putzfimmel und der Liebe zu Maradona folgen Staudenpflanzen und haarige Achtbeiner. Toni Hackel kommt aus Taucha, einer Kleinstadt, nordöstlich von Leipzig. Dort ist er Lehrer für Biologie und Chemie. Gartenpflanzen haben es ihm besonders angetan. Stolz präsentiert er Fotos von sich, umgeben von hunderten blühenden Staudenblumen. Günther Jauch macht große Augen. Die werden sogar noch größer als der Kandidat von seinem zweiten Hobby erzählt. Toni Hackel besitzt mehrere Dutzend Vogelspinnen. "Die Lisa ist auch schon mal ausgebüxt. Die hat sich dann hinter der Heizung versteckt", kichert der Kandidat. Lisa ist eine 13-jährige Vogelspinne - die allerdings "nicht giftig ist", so der Kandidat.

Überhaupt gäbe es nur drei Vogelspinnengattungen auf der Welt, die dem Menschen Probleme bereiten könnten, erklärt der aufgeweckte Sachse, der auch quiztechnisch seine Hausaufgaben gemacht zu haben scheint. Auch dank eines zittrigen Einzeljokers im Publikum, der weiß, dass ein gewisser Lord Voldemort dieses Jahr an Silvester seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, wäre er nicht im Jahr 1998 "ums Leben gekommen", hat der Spinnenfreund aus Sachsen irgendwann stolze 64.000 Euro im Sack.

Die letzte Kandidatin des Abends heißt Aline Müller, kommt aus Baden-Baden, ist verheiratet und hat eine Tochter. An diesem Abend drückt ihr nicht nur die Familie, sondern auch ihr Karnevalsverein ganz fest die Daumen. "Wir sind eine lustige Häuserschlempeln-Gruppe, die zur Fastnacht von Haus zu Haus zieht", erklärt die Kandidatin. Und wieder blickt Günther Jauch etwas fragend ins Leere. Was es nicht alles gibt.

Das Daumendrücken aus der Ferne hilft aber zunächst nur bedingt. Aline Müller tut sich zu Beginn ihres Auftritts sehr schwer. Als es darum geht, den Begriff "Rumpftruppe" richtig einzuordnen, und die Kandidatin immer mehr ins gedankliche Wanken gerät, schlägt man daheim vor dem Bildschirm schon die Hände vors Gesicht. Aber die Kandidatin fängt sich und nimmt am Ende noch die 16.000-Euro-Hürde. "Und? Was machen Sie mit dem Geld?", möchte Günther Jauch wissen. "Ach, ich gönne mir irgendwas Schönes!", grinst Aline Müller zufrieden und glücklich.

Auf RTL+ stehen die reguläre Folgen von "Wer wird Millionär?" schon sieben Tage vor TV-Ausstrahlung zum Streamen bereit.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.