Britische Jets sollen Saudis vor Huthi-Angriffen schützen
Großbritannien will Kampfjets entsenden, um Saudi-Arabien im Konflikt mit der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen zu unterstützen. Der Einsatz sei Teil einer "zusätzlichen militärischen Verteidigungsunterstützung" für Riad, teilte das britische Verteidigungsministerium mit.
Britische Piloten würden "mit Typhoon-Kampfflugzeugen der Royal Air Force (RAF) defensive Luftabwehrmissionen fliegen, um den Schutz saudischer Städte und wichtiger nationaler Infrastruktur vor Luftangriffen zu unterstützen", hieß es weiter.
"Keine offensiven Angriffe"
Das Ministerium betonte, die Eurofighter-Kampfjets ergänzten die bereits in dem Land stationierten Kräfte. Sie würden "defensiv" eingesetzt; es seien keine "offensiven Angriffe gegen die Huthi" vorgesehen. Zudem plane Großbritannien, zum Transport von Ausrüstung innerhalb Saudi-Arabiens ein Militärtransportflugzeug zu entsenden.

"Die anhaltenden Angriffe der Huthi auf unseren Verbündeten Saudi-Arabien sind absolut verabscheuungswürdig", sagte der britische Verteidigungsminister Wes Streeting. Insbesondere kritisierte er die Attacken auf den Flughafen in der Hauptstadt Riad, die die Bereitschaft der Huthi zur Eskalation verdeutlichten.
Bedrohung am Bab al-Mandab
Saudi-Arabien wird fast täglich mit Raketen und Drohnen der Huthi-Miliz angegriffen. Die islamistischen Rebellen, die Teile des Jemens beherrschen, zielen auf Militärstützpunkte, Flughäfen und Energieinfrastruktur. Bei einem Angriff vor zehn Tagen auf den Flughafen von Riad waren 13 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Zuvor hatten die Huthi die wichtige Ost-West-Pipeline angegriffen. Durch Vorstöße im Jemen hatten sie zudem die Küste nahe der Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle gebracht, von wo aus sie saudische Schiffe bedrohen.
Mit dem Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen den Huthi und der jemenitischen Regierung erneut eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte jemenitische Regierung im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz. Infolge des Bürgerkriegs wurden im Jemen nach UN-Angaben mehr als 250.000 Menschen vertrieben. Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen den rivalisierenden Regionalmächten.
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