Tamagotchi trifft KI-Agent: Meta kündigt KI-Gadget Muse Charm an
Meta hat im Zuge seiner Hausmesse Meta Connect neben neuen Smart-Glasses mit und ohne Kamera und einer leichten VR-Brille ein KI-Gadget für seinen pesönlichen KI-Agenten Muse vorgestellt. Muse Charm besteht nur aus einem Smartwatch-großen Bildschirm, der an einem Lanyard hängt.
KI-Gadget für Muse
Meta-CEO Mark Zuckerberg hat Muse Charm während der Keynote nur recht kurz erwähnt und in die Kamera gehalten. Dem Meta-Chef zufolge ist es noch nicht ganz fertig, zudem ist unklar, in welchen Ländern es erhältlich sein soll. Auf der Meta-Webseite zum Produkt heißt es lediglich „Noch nicht in deiner Region verfügbar“. Angaben zu weiteren Ausstattungsmerkmalen fehlen auf der Webseite ebenfalls.
Nach Informationen von Andrej Sokolow von der Deutschen Presse-Agentur soll der Muse Charm neben einem kleinen Bildschirm außerdem über ein Mikrofon, zwei Kameras und Internet-Anbindung über 5G verfügen.
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Das KI-Gadget lasse sich Meta zufolge entweder in der Tasche tragen oder am Schlüsselbund befestigen. Auf dem Bildschirm ist der Avatar Jolly zu sehen, der Muse repräsentieren soll. Um mit dem Gerät zu sprechen, tippt man auf einen Fingerabdrucksensor an der Gehäuseseite. Laut Zuckerberg soll Muse Charm dem KI-Agenten über die Kameras zeigen, was um die Nutzerinnen und Nutzer herum passiert.
Nicht das erste dedizierte KI-Gadget
Meta plant, den Charm „rechtzeitig zu den Feiertagen im Dezember“ auf den Markt zu bringen, doch laut Zuckerberg hat das Unternehmen bislang „erst wenige Exemplare davon hergestellt“. Das Unternehmen müsse noch „das Material für die Oberflächenveredelung“ festlegen, so Zuckerberg. Laut Zuckerberg wird Meta „bald“ weitere Details bekanntgeben.
Muse Charm klingt ein wenig nach einem Tamagotchi, der direkten Zugang zum Meta-Muse-KI-Agenten unabhängig vom Smartphone erhält. Das erste regelrechte KI-Gadget ist es nicht: Kleine Startups wie Rabbit mit dem R1 oder Humane mit dem AI Pin hatten bereits ähnliches vorgestellt, sind jedoch beide gescheitert. Rabbit bietet mittlerweile mit Rabbit OS 3 ein agentisches System an, das auf Windows, Mac und Linux läuft, der R1 wird nicht mehr produziert . Humane hat sein Business an HP verkauft und die bereits verkauften AI Pins stillgelegt. Für Meta geht so ein KI-Gadget im Unterschied zu den genannten Start-ups wohl nicht mit großen finanziellen Risiken einher und ergänzt lediglich das Portfolio der Smart Glasses.
Vom Mitbewerber OpenAI wird im Laufe der nächsten Monate auch ein KI-Gadget erwartet. Bei diesem soll es sich um einen mobilen Smart Speaker handeln, der als menschenähnlicher Begleiter im Haushalt und als physische Verkörperung von ChatGPT dienen soll.
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