Wirtschaftsnobelpreis für US-Forscher Woodford und Hall
Entwicklung makroökonomischer Modelle:Wirtschaftsnobelpreis geht an zwei US-Forscher
Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Woodford und Hall. Ihre Modelle sollen dazu beitragen, Konjunkturschwankungen zu stabilisieren.
Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Robert Hall und Michael Woodford. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften verlieh den Preis am Montag den Wissenschaftlern für die Entwicklung neuer makroökonomischer Modelle, die eine effektivere Stabilisierungspolitik ermöglichen.
Bislang sind unter den 99 Preisträgerinnen und Preisträgern nur drei Frauen. Damit ist der Wirtschaftspreis der Nobelpreis, der in der Vergangenheit am seltensten Frauen zugesprochen wurde.
In der vergangenen Woche waren bereits Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden verkündet worden. Unter den drei Medizin-Preisträgern sind mit Peter Hegemann und Georg Nagel diesmal zwei deutsche Forscher.
Der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an die südafrikanische Juristin Navi Pillay. Sie wird für ihren Einsatz für Menschenrechte und Frieden ausgezeichnet.
09.10.2026 | 1:44 minDie berühmte Auszeichnung für Literatur ging in diesem Jahr an die kanadische Dichterin, Übersetzerin und Essayistin Anne Carson. Den Friedensnobelpreis bekam die südafrikanische Spitzenjuristin Navanethem Pillay für ihren Einsatz gegen Völkermord und für Menschenrechte.
Der Wirtschaftspreis geht als einzige Auszeichnung nicht auf das Testament des schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurück und heißt deshalb offiziell auch nicht Nobelpreis. Er wird erst seit 1969 vergeben.
Den Nobelpreis für Literatur erhielt die Kanadierin Anne Carson. Sie zählt zu den renommiertesten Schriftstellerinnen und Lyrikerinnen ihrer Zeit.
08.10.2026 | 2:13 minBislang nur ein deutscher Wirtschafts-Preisträger
2025 ging die renommierte Auszeichnung zur einen Hälfte an den israelisch-amerikanischen Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr, zur anderen Hälfte an den Franzosen Philippe Aghion und den Kanadier Peter Howitt. Sie wurden für ihre Forschung zum stetigen Wachstum von Volkswirtschaften ausgezeichnet.
Einziger deutscher Preisträger war bislang der Bonner Wissenschaftler Reinhard Selten (1930-2016). Er war im Jahr 1994 gemeinsam mit John Nash und John Harsanyi für ihre wegweisenden Beiträge zur nichtkooperativen Spieltheorie ausgezeichnet worden.
Dotiert ist der Wirtschaftspreis wie die anderen Nobelpreise in diesem Jahr mit zwölf Millionen schwedischen Kronen - einer Million mehr als in den Vorjahren. Umgerechnet entspricht das Preisgeld etwas mehr als einer Million Euro. Überreicht wird die Auszeichnung am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Stockholm. In diesem Jahr feiern die Nobelpreise ein Jubiläum: Die erste Vergabe fand vor 125 Jahren statt.
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