"Harte Arbeit macht Träume wahr": An Klitschkos bitterem Jahrestag plant Kabayel die "magische Stadionnacht"

An Klitschkos bitterem Jahrestag plant Kabayel die "magische Stadionnacht"
02.10.2026 | 11:48 Uhr
Auf den Tag elf Jahre nach dem letzten WM-Kampf von Wladimir Klitschko auf deutschem Boden kehrt das Schwergewichtsboxen zurück. Weltmeister Agit Kabayel will im Düsseldorfer Stadion einen großen Eroberungszug einleiten.
Mit gezeichneter Miene und völlig erschöpft stand Wladimir Klitschko am 28. November 2015 im Ring inmitten der Düsseldorfer Fußballarena. Die verdiente Punktniederlage gegen den Briten Tyson Fury hatte das Ende der Ära des damals schon fast 40-jährigen ukrainischen Boxchampions eingeläutet - und zugleich das Schwergewichtsboxen für lange Zeit aus deutschen Stadien verschwinden lassen. Doch nun, exakt elf Jahre nach Klitschkos vorletztem Karrierekampf, steigt mit dem deutschen Weltmeister Agit Kabayel an gleicher Stelle erneut ein Schwergewichtler in den Stadionring - und verspricht, vor 50.000 Fans "Geschichte zu schreiben".
Wie der übertragende Streamingdienst DAZN zusammen mit Promoter Queensberry offiziell verkündet hat, bekommt Kabayel für die erste Titelverteidigung seines WBC-Gürtels am 28. November mit der Düsseldorfer Arena die ganz große Bühne. Gegenüberstehen wird dem 34-Jährigen der Albaner Nelson Hysa, der acht Jahre älter als Kabayel, bislang aber ebenfalls noch unbesiegt ist. "Schon als Kind war ein WM-Kampf im Stadion mein größter Traum", ließ sich Kabayel zitieren, "das ist der Beweis: Egal, woher du kommst - harte Arbeit macht Träume wahr".

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Bis Ort und Gegner fix waren, hatte sich Kabayel jedoch gedulden müssen. Im Juni hatte der Verband WBC den Bochumer vom Interims- zum vollwertigen Weltmeister erklärt, weil der ukrainische Dreifach-Champion Oleksandr Usyk seine Titel niederlegte. Zuletzt hieß es noch, dass Kabayel wie bei seinem vorherigen Kampf im Januar gegen den Polen Damian Knyba in der Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen antrete. Auch die Suche nach einem Gegner gestaltete sich schwierig, in der Weltelite fand sich kein passender Kontrahent für den Kampf.
Früherer Klitschko-Manager sicher: Stadion wird beben
Nelson Hysa - trotz beeindruckender Bilanz bisher ohne großen Gegner in der Bilanz - hatte sich dagegen immer wieder selbst ins Spiel gebracht; ein zwischenzeitlich bereits vereinbartes Duell drohte allerdings wieder zu platzen - offenbar, weil der 42-Jährige etwas zu viel vom Kuchen forderte. Nun aber ist alles geregelt für den Stadionkampf. "Er hat mich auf eine etwas respektlose Art herausgefordert, um diesen Kampf zu bekommen", spöttelte Kabayel, "aber jetzt bekommt er seine Chance. Am 28. November werde ich ihm zeigen, dass es in diesem Sport Levels gibt."
Eine unmissverständliche Ansage verschickte Kabayel, der langfristig alle vier Gürtel im Schwergewicht vereinen will, vorsorglich schon vor einigen Tagen via Instagram: "Komm' mir bitte nicht zwei, drei Wochen vor dem Kampf mit einer Ausrede, dass du den Kampf absagen willst", sagte er in Richtung Hysa. Kabayel will die Fäuste fliegen lassen - und den deutschen Fans nach langen Jahren des Wartens seit dem Klitschko-Auftritt in Düsseldorf endlich wieder eine große Show bieten.
"Dass Agit seine erste WM-Titelverteidigung genau in dieser Arena bestreitet, schließt einen großartigen Kreis", findet auch Bernd Bönte, ehemaliger Manager von Vitali und Wladimir Klitschko und DAZN-Experte. Kabayel besitze "das Können und die Ausstrahlung, um das Stadion wieder zum Beben zu bringen. Die Box-Fans dürfen sich auf eine magische Schwergewichts-Nacht freuen."
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