So stark steigen die Mieten und Hauspreise 2027 in deiner Region

- Die Mieten und Preise für Wohneigentum steigen 2027 weiter, wie eine Prognose von Wüest Partner zeigt.
- Die Angebotsmieten legen schweizweit im Schnitt um 0,9 Prozent zu, in Zürich sinken sie um 1,7 Prozent.
- Eigentumswohnungen verteuern sich um 3,5 Prozent, Einfamilienhäuser um 3,1 Prozent.
Die Wohnungsknappheit treibt die Preise nach oben. Auch im nächsten Jahr steigen die Mieten und die Preise für Wohneigentum, wie eine Prognose des Zürcher Immobilien-Beratungsunternehmens Wüest Partner zeigt.
Mehr Wohnungen, aber keine rasche Entspannung
Im Mietmarkt soll der Wohnungsbau anziehen: Wüest Partner prognostiziert netto rund 50'000 zusätzliche Wohnungen für 2027, nach 39'000 im Jahr 2025. Das wäre mehr als die erwarteten 45'000 neuen Haushalte im nächsten Jahr.
Dennoch dürfte sich der Markt nur langsam entspannen. Denn die Nachfrage bleibt gross. Mehr verfügbare Wohnungen ermöglichten auch Haushaltsgründungen, die bisher wegen des knappen Angebots aufgeschoben wurden, schreibt Wüest Partner. Seit 2023 hätten sich schätzungsweise 20'000 bis 30'000 Haushalte wegen fehlendem Wohnraum nicht bilden können.
Wie gross die Nachfrage ist, zeigt sich auch an der Zahl der Suchabonnements für Mietwohnungen, die innerhalb eines Jahres um knapp 20 Prozent gestiegen ist. Deshalb wird der Bauaufschwung schneller absorbiert, als die Zahlen vermuten liessen.
So erwartet das Beratungsunternehmen, dass die Mieten zwar langsamer, aber weiter steigen. Die Mieten für freie Wohnungen dürften schweizweit im Schnitt um 0,9 Prozent steigen. Allerdings gibt es grosse regionale Unterschiede. Im für hohe Mieten bekannten Zürich dürfte es nächstes Jahr sogar einen Rückgang von 1,7 Prozent geben. Das deutet laut den Autoren der Analyse darauf hin, dass die Tragbarkeit für viele Haushalte an ihre Grenze gelangt ist.
Wohneigentum bleibt knapp
Bei Eigentumswohnungen sieht Wüest Partner weiter wenig Neubau. Zwischen dem dritten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 seien Baugesuche für 12'800 Wohnungen eingereicht worden, 16 Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Besonders knapp ist das Angebot in der Innerschweiz und in Graubünden. Reichlich ist das Angebot dagegen im Tessin und im Jura.
Die Nachfrage bleibe auch dank einer dynamischen Bevölkerungsentwicklung und weiterhin günstiger Finanzierungsbedingungen hoch. Die Preise dürften auch 2027 weiter steigen, schweizweit im Schnitt um 3,5 Prozent. Am stärksten ist der Anstieg in Graubünden (4,9 Prozent), im Wallis (4,3 Prozent) sowie in der Innerschweiz, in der Südschweiz und in Zürich (je 4 Prozent).
Auch bei Einfamilienhäusern bleibe das Angebot begrenzt. Geplant seien 5900 neue Häuser. Das knappe Angebot dürfte in Verbindung mit einem insgesamt günstigen wirtschaftlichen Umfeld mit tiefen Hypothekarzinsen und der robusten Wirtschaft zu schweizweit 3,1 Prozent höheren Preisen beitragen.
Was sollte aus deiner Sicht jetzt am meisten passieren, damit Wohnen in der Schweiz wieder erschwinglicher wird?
Vor allem ausserhalb der Zentren steigen die Preise, am stärksten in Graubünden (4,2 Prozent), in der Innerschweiz (3,9 Prozent) und in der Region Genfersee (3,7 Prozent). Steigende langfristige Zinsen könnten den Preisanstieg laut Wüest Partner jedoch bremsen.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
Michael Andai (mia) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Er ist seit 2025 AI-Journalist und schreibt über alles rund um künstliche Intelligenz.
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