heise+ | Vibe-Coding statt Abo-Falle: Wie KI Adobe & Microsoft Konkurrenz macht
Innerhalb kurzer Zeit hat ein einzelner Softwareentwickler mithilfe von KI einige der wichtigsten Kreativ- und Office-Programme nachgebaut. Noch zu Beginn dieses Jahres bot das Projekt ArtCraft „nur“ KI-Werkzeuge speziell für Filmemacher. Nun findet man auf der ArtCraft-Website unter anderem Klone von Photoshop, AutoCAD und Microsoft PowerPoint, allesamt kostenlos und quelloffen.
- KI beschleunigt den Nachbau etablierter Kreativ- und Office-Software und lässt Chatbots deren Aufgaben direkt übernehmen.
- Softwareklone wie die ArtCraft-Suite könnten eine ernstzunehmende Konkurrenz für Adobe, Microsoft & Co. werden.
- Es bleibt die Frage, ob die Ergebnisse den hohen Ressourcenaufwand von KI-Werkzeugen rechtfertigen.
Zwar sind diese neuen Programme längst nicht auf der Höhe der Originale, nähern sich ihnen aber an. Das zeigen erste Erfahrungsberichte wie der von c’t-Redakteur André Kramer Er hat unter anderem die Photoshop- und Lightroom-Klone PhotoCraft und LightCraft ausprobiert und ihnen deutliche Luft nach oben bescheinigt. Dennoch könnten solche Vibe-Coding-Projekte den etablierten Softwarekonzernen wie Adobe und Microsoft ernsthaft Probleme bereiten.
KI beschleunigt aber nicht nur den Nachbau klassischer Programme, KI-Chatbots können auch direkt deren Aufgaben übernehmen: Wer Claude oder ChatGPT Folien zusammenschustern lässt, muss PowerPoint mitunter gar nicht mehr öffnen. Wir haben das Spannungsfeld zwischen Vibe-Coding, dem Ende traditioneller Office-Anwendungen und dem Ressourcenaufwand für KI-Werkzeuge untersucht.
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