Flydubai: Plante der Copilot schon im Juli einen Anschlag?
Der Copilot des Flydubai-Flugs FZ1073 nach Israel soll laut Medienberichten bereits vor seiner Einstellung geplant haben, eine Maschine zum Absturz zu bringen. Die Berichte sowie die Nachrichtenagentur Reuters berufen sich dabei auf Angaben zweier israelischer Regierungsvertreter, die mit den Ermittlungen vertraut sein sollen.
Der nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch festgenommene Mann habe bei Verhören in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgesagt, er habe sich bei der staatlichen Airline beworben, weil diese Tel Aviv anfliege. Ein dritter Insider sagte, der aus dem Oman stammende Copilot habe nach eigenen Angaben das Flugzeug in den Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv stürzen lassen wollen.
Schwer verletzt öffnete Flydubai-Pilot Smit Machchhar die Cockpittür, damit Passagiere seinen Copiloten überwältigen konnten. Indiens Premier Modi feiert ihn nun als Helden.
02.10.2026 | 1:20 minBerichte: Tat wohl schon für Juli geplant
Den Berichten zufolge soll er sich in den vergangenen Monaten mehrfach am Flughafen Ben Gurion aufgehalten haben, nachdem er mit Flydubai dorthin geflogen war. Den Ermittlern habe er demnach gesagt, bei seinem Besuch im Juni habe er sich ganz darauf konzentriert, Informationen zu sammeln und seinen Anschlag zu planen.
Anschließend habe er die Tat im Juli ausführen wollen, sein Vorhaben dann aber nach eigenen Angaben im letzten Moment abgebrochen, weil er mit einem der Besatzungsmitglieder befreundet gewesen sei.
Gewaltsamer Vorfall im Cockpit eines Flydubai-Flugs nach Tel Aviv: Israels Regierung vermutet einen versuchten Terroranschlag.
01.10.2026 | 23:36 minVAE sprechen von "Terroranschlag"
Der Copilot hatte am vergangenen Mittwoch auf dem Flug von Dubai in den VAE nach Tel Aviv den Kapitän mit einer Notfall-Axt attackiert. Der Generalstaatsanwalt der VAE bezeichnete den Vorfall als "Terroranschlag".
Von den Behörden in Israel und den VAE, von Flydubai und von dem Festgenommenen oder einem möglichen Rechtsanwalt waren zunächst keine Stellungnahmen zu den neuen Informationen zu erhalten. Der Oman hat sich zu dem Vorfall nicht geäußert.
Australien überprüft Vergangenheit des Copiloten
Eine Katastrophe auf dem Flug mit mehr als 170 Menschen an Bord, überwiegend Israelis, wurde verhindert, weil Passagiere und Besatzung den Angreifer überwältigten. Ein zufällig mitreisender Ersatzpilot landete die Maschine sicher in Saudi-Arabien. Der schwer verletzte indische Kapitän wird als Held gefeiert, weil es ihm gelang, die Cockpittür zu öffnen, um Hilfe zu erhalten.
Luftfahrt-Journalist Andreas Spaeth ordnet die Spekulationen und Fragen, die zum Vorfall des Flydubai-Flugs existieren, ein.
01.10.2026 | 13:05 minIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete eine Überprüfung ausländischer Fluggesellschaften an. Piloten aus Ländern ohne diplomatische Beziehungen zu Israel - wie dem Oman - dürfen eigentlich keine Flüge dorthin übernehmen. Unterdessen prüfen australische Anti-Terror-Ermittler die Vergangenheit des Copiloten, der vor etwa zehn Jahren in Melbourne studiert hatte.
Quelle: ZDF, Reuters
Über das Thema berichtete das ZDF zuletzt am 02.10.2026 ab 17:13 Uhr.
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