Nach mehr als 500 Produktionen: Filmproduzentin Regina Ziegler gestorben
Stand: 01.11.2026 • 15:12 Uhr
Die erfolgreiche Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Mit mehr als 500 Filmen, zwei Oscar-Nominierungen und zahlreichen Auszeichnungen gehörte sie zu den einflussreichsten Frauen der Branche.
Regina Ziegler, eine der erfolgreichen deutschen Film- und Fernsehproduzentinnen, ist im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Produktionsfirma Ziegler Film der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.
Ziegler, die am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren wurde, galt als eine der einflussreichsten Figuren im deutschen Film- und Fernsehgeschäft.
Im Laufe ihrer mehr als 50 Jahre dauernden Karriere gewann sie unter anderem den Deutschen Filmpreis, den International Emmy und den Grimme Preis. 2012, 2016 und 2018 gewann sie namhafte Preise für ihr Lebenswerk.
Seit 1973 eigenen
Produktionsfirma
Mitte der 1960er Jahre arbeitete sie als Produktionsassistentin beim damaligen Sender Freies Berlin. Dort lernte sie den Regisseur Wolf Gremm kennen, ihren späteren Ehemann. Dass sie 1973 für die Finanzierung seines ersten, mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichneten Kinofilms "Ich dachte, ich wäre tot" sorgte, war der Beginn einer großen Produzentinnen-Karriere.
Im Alter von nur 29 Jahren, machte sie sich mit ihrer Firma Regina Ziegler Filmproduktion selbstständig und erarbeitete sich schnell einen Namen in der von Männern dominierten Branche.
Zwei Oscar-Nominierungen
Im Laufe ihrer Karriere gelang es Ziegler mit ihrer Firma mehr als 500 teils preisgekrönte Filme zu produzieren. Unter anderem erhielt sie den Jury-Preis des Filmfestes Cannes für "Malou" (1980) und den Adolf-Grimme-Preis für den Dokumentarfilm "November Days" (1990). Mit der ARD-Serie "Weissensee" und der Verfilmung des Musicals "Ich war noch niemals in New York" feierte sie große Erfolge.
Zweimal wurden Ziegler-Produktionen für den Oscar nominiert ("Fabian" und "The Dutch Master"). Darüber hinaus wurde sie 1999 mit dem Adolf-Grimme-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 2016 erhielt sie für ihr Lebenswerk den Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie, die Ehren-Lola.
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