Bünning spricht über Hirnblutung: "Lebt er oder lebt er nicht?"

Ende Mai erleidet Lars Bünning eine Hirnblutung. "Es ging um Leben und Tod", sagt der Fußballer von Dynamo Dresden. Er schildert nun erstmals, wie er von Blutung überrascht wurde und wie es danach weiterging.
Dynamo Dresdens Innenverteidiger Lars Bünning hat sich erstmals zu den genauen Umständen seiner Hirnblutung geäußert. "Man muss ganz ehrlich sein, es ging um Leben und Tod. Das ist einfach so. Wenn nicht schnell genug gehandelt worden wäre, dann würde ich heute nicht hier sitzen, und vor allem nicht in diesem Zustand", sagte der 28-Jährige auf der Bühne eines Live-Podcasts im Gespräch mit seinem früheren Mitspieler Stefan Kutschke.
Die Ende Mai erlittene Hirnblutung sei "aus heiterem Himmel gekommen", erklärte er. "Ich war auf dem Sprung zu einem Junggesellenabschied, wollte mich bei meinen Eltern im Badezimmer fertigmachen. Doch dann wurde es komisch." Mit schwindendem Bewusstsein habe er noch seine Frau anrufen können, die schnell Hilfe organisierte. Seine Schwägerin, die herbeigerufen worden war, habe ihm später von seinem immer schlechter werdenden Zustand erzählt: "Wo ich auf dem am Boden lag, habe ich wohl vor Schmerzen geschrien."
Angeborene Fehlbildung
Erst nach dem Abtransport mit einem Hubschrauber sei er auf der Intensivstation aufgewacht, wo sich der behandelnde Arzt gefragt habe: "Lebt er oder lebt er nicht?" Wegen der noch vorhandenen Schwellungen sei er daraufhin in ein künstliches Koma versetzt worden. Erst nachdem die Schwellungen zurückgegangen waren, sei die Notoperation vorgenommen worden.
Wie er anschließend erfahren habe, habe eine angeborene Fehlbildung die Blutzirkulation in seinem Kopf blockiert. Diese sei nun aber vollständig entfernt worden. Der vorerst letzte operative Eingriff folgt am 1. Dezember. Auf dem Weg zum angestrebten Comeback gehe es aktuell aber nur um "kleine Treppenstufen, die man hochsteigt".
Bünning spielt seit 2023 in Dresden und war als Stammspieler maßgeblich am Aufstieg der Mannschaft 2025 in die 2. Bundesliga beteiligt. Sein Vertrag beim Tabellen-16. läuft nur bis zum Saisonende.
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