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Friday, October 23, 2026

25 Prozent im Minus: Krebs-Impfstoff erfolgreich - Moderna-Aktie bricht trotzdem ein

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25 Prozent im MinusKrebs-Impfstoff erfolgreich - Moderna-Aktie bricht trotzdem ein

23.10.2026, 10:49 Uhr

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Moderna und Merck hatten bereits im August berichtet, die Studie sei erfolgreich gewesen - jedoch keine Details genannt. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Eine groß angelegte Patientenstudie bestätigt das hohe Potenzial personalisierter Immuntherapien gegen Hautkrebs. Trotz der überzeugenden Studienergebnisse beim Melanom gerät die Aktie von Moderna stark unter Druck.

Der von den US-Firmen Moderna und Merck entwickelte mRNA-Krebsimpfstoff senkt einer Studie zufolge in Kombination mit einer bewährten Immuntherapie das Sterbe- und Rückfallrisiko bei schwarzem Hautkrebs (Melanom) deutlich. Die Behandlung verringert dieses Risiko um 42 Prozent, wie aus Daten hervorgeht, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie vorgestellt werden sollen. Das Risiko einer Ausbreitung des Krebses sinkt demnach um 38 Prozent. Die Ergebnisse basieren den Angaben zufolge auf den Daten von mehr als 1100 Patienten in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung.

Die Untersuchung ist die erste, die die Wirksamkeit eines personalisierten Ansatzes belegt. Dabei wird ein auf die einzigartigen Mutationen des jeweiligen Tumors zugeschnittener Impfstoff mit einem Medikament kombiniert, das dem Immunsystem bei der Krebsbekämpfung hilft. Der Impfstoff wurde zusammen mit Mercks Immuntherapie Keytruda getestet, die zu den weltweit meistverkauften Medikamenten zählt.

Moderna und Merck hatten bereits im August berichtet, die Studie sei erfolgreich gewesen, jedoch keine Details genannt. Analysten an der Wall Street hofften im Vorfeld der Präsentation auf eine Verringerung des Rückfallrisikos um mindestens 40 Prozent.

Moderna-Aktien hatten im August vor Bekanntwerden der Studie bei rund 63 Dollar notiert und dann binnen eines Tages 177 Prozent zugelegt. In den Wochen danach kletterte der Kurs weiter und lag zuletzt bei rund 245 Dollar. Nach Bekanntwerden der Details zu dem verringerten Risiko sackten die Papiere am Donnerstag gleichwohl um bis zu 25 Prozent auf 181 Dollar ab. Dass die Aktie trotz der positiven Nachrichten abstürzte liegt laut einem "Wallstreet Online"-Bericht daran, dass die Messlatte sehr hoch hing. Insbesondere die Verringerung des Risikos für Fernmetastasen um 38 Prozent blieb hinter den Ergebnissen einer früheren Phase-2-Studie zurück,scheibt das Online-Portal. In dieser sei zuvor eine Reduktion um 65 Prozent festgetsellt worden.

Analyst Luca Issi von der kanadischen Bank RBC sprach angesichts des Erfolgs der Studie im August von einem kolossalen Durchbruch und hervorragenden Neuigkeiten für Patienten. Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro, sah mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments. Die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für die gesamte mRNA-Onkologieplattform. "Gelingt der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könnte sich der adressierbare Markt erheblich vergrößern", sagte Wienke. "Der Weg von einer erfolgreichen Studie zu einem profitablen Produkt bleibt allerdings lang."

Die Experten von JPMorgan hatten die Therapie jüngst als das wichtigste Produkt in der Pipeline von Moderna bezeichnet. Mit ihr könne dem Unternehmen der Übergang von Impfstoffen gegen Atemwegserkrankungen in das Feld der Onkologie gelingen. Insgesamt steht der Ansatz derzeit in neun Studien gegen verschiedene Krebs-Indikationen und -stadien auf dem Prüfstand.

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