Jensen Huang gesteht Affäre ein, Nvidia beginnt Untersuchung
Nach Medienberichten über eine Beziehung von Jensen Huang zu einer mutmaßlichen chinesischen Agentin hat der Nvidia-Chef die Affäre eingeräumt. Er wandte sich am Sonntagabend deutscher Zeit in einem Schreiben an seine Mitarbeiter, welches Nvidia auch auf seiner Webseite veröffentlicht hat. In einer zweiten Mitteilung kündigt das Board of Directors von Nvidia, in etwa vergleichbar mit einem deutschen Aufsichtsrat, eine Untersuchung an.
Huang selbst bittet seine Familie und die Mitarbeiter um Entschuldigung: „Ich war meiner Frau untreu“ schreibt er, und: „Ich weiß, dass eine Entschuldigung nicht ungeschehen machen kann, was ich getan habe.“ Huang ist seit 1985 mit seiner Frau Lori verheiratet, die er laut früheren, eigenen Angaben bereits in der High School kennenlernte. Das Paar hat zwei Kinder.
In den letzten Tagen gab es eine Reihe von Medienberichten, unter anderem von der Financial Times und der New York Times, laut denen Jensen Huang eine Liebesbeziehung mit einer Frau namens Alice Huang gehabt haben soll. Die Namensgleichheit ist Zufall, die beiden sind den Berichten zufolge nicht verwandt.
Beziehung zu mutmaßlicher chinesischer Agentin
Diese Frau arbeitet formal für den Nvidia-Kunden Megaspeed, und US-Geheimdienstkreisen zufolge soll sie vom chinesischen Ministerium für Staatssicherheit gesteuert worden sein. Davor sollen die US-Dienste Präsident Donald Trump im Vorfeld seines Staatsbesuchs in China im Mai 2026 gewarnt haben, Trump soll Jensen Huang trotzdem auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin mitgenommen haben. Der Nvidia-CEO hatte sich wiederholt für eine Lockerung der Exportbeschränkungen gegenüber China für besonders schnelle KI-Chips ausgesprochen.
In seinem offenen Brief schreibt Jensen Huang: „Ich unterstütze die Untersuchung und werde vollumfänglich kooperieren. Ich liebe unser Land und unser Unternehmen. Ich setze mich dafür ein, NVIDIA zu schützen und die nationale Sicherheit Amerikas zu unterstützen. Ich bin stolz und dankbar, Amerikaner zu sein.“ Weder er oder das Board gehen auf die Vorwürfe inhaltlich ein.
Das Board schreibt jedoch von einer Untersuchung darüber, dass Huang „das Ziel einer nachrichtendienstlichen Aktivität eines fremden Staates“ geworden sein soll. Die Direktoren sehen keine Anhaltspunkte dafür, dass „die nationale Sicherheit oder Geschäftsgeheimnisse von NVIDIA kompromittiert“ worden seien. Ein Gremium des Boards soll die Vorwürfe nun zusammen mit externen Beratern untersuchen.
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