Ausweg für Girondins Bordeaux: Tief gestürzter Traditionsklub wird für einen Euro verkauft

Girondins Bordeaux ist ein klangvoller Name im europäischen Fußball. Doch es steht schlecht um den französischen Ex-Meister. Wegen Zahlungsunfähigkeit darf der Klub nicht spielen. Nun scheint aber Besserung in Sicht.
Der finanziell schwer angeschlagene französische Ex-Meister Girondins Bordeaux hat einen großen Schritt unternommen, um die landesweite Spielsperre aufzuheben. Der wegen Zahlungsunfähigkeit gesperrte Fußball-Traditionsklub teilte mit, dass mit dem britischen Investmentfonds Park Bench eine Übernahme vereinbart worden sei. So könnte auch der drohende Bankrott abgewendet werden.
30 Jahre nach dem verlorenen UEFA-Cup-Finale gegen Bayern München bedeutet die landesweite Spielsperre aufgrund eines Haushaltslochs von neun Millionen Euro einen Tiefpunkt in der einst glänzenden Vereinsgeschichte. Klubbesitzer Gerard Lopez konnte die von der DNCG geforderten Gelder für die Absicherung der Spielzeiten 2025/26 und 2026/27 nicht fristgerecht nachweisen.
Gremien und Gerichte
Der Kauf nun erfolge "für einen symbolischen Euro mit Übernahme der Schulden", schrieb der sechsmalige französische Meister, der wegen seiner finanziellen Schieflage in die sechste Liga abgestuft worden war. Die neuen Eigentümer sollen in den kommenden Tagen von der regionalen Kontroll- und Managementkommission der Liga angehört werden.
Das Gremium muss den Wechsel der Eigentümerstruktur sowie den Etat für die Saison 2026/2027 genehmigen. Erst danach könnten die Girondins offiziell in der Régional 1 antreten. In der Folge muss sich allerdings noch ein Handelsgericht mit dem Fall befassen, um die Restrukturierung abzusichern.
Girondins gehört zu den renommiertesten Vereinen Frankreichs. 1881 gründete sich der Klub nahe der Atlantikküste im Südwesten des Landes. Für Girondins spielten einst auch Zinédine Zidane und die Bayern-Legende Bixente Lizarazu oder auch die deutschen Legionäre Klaus Allofs und Dieter Müller.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.