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Thursday, October 8, 2026

Marktbericht: Samsung setzt mit Rekordgewinn neue Maßstäbe

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Marktbericht

Stand: 08.10.2026 • 14:02 Uhr

Fast 72 Milliarden Euro in einem Quartal - noch nie hat ein Tech-Unternehmen so viel verdient wie jetzt Samsung. Für den südkoreanischen Konzern war es der vierte Rekordgewinn in Folge, angetrieben vom Chip-Geschäft

Der KI-Boom macht es möglich: Dank der nahezu unersättlichen Nachfrage nach Speicherchips für immer neue Rechenzentren eilt Samsung Vorabinformationen von heute zufolge von einem Rekordgewinn zum nächsten.

Mit einem operativen Ergebnis von umgerechnet knapp 71,7 Milliarden Euro setzt der Konzern zudem neue Maßstäbe: Noch nie hat ein Tech-Unternehmen in einem Geschäftsquartal mehr verdient. Das war nicht nur eine Verneunfachung des Gewinns, sondern auch der vierte Rekord in Folge.

Endgültige Quartalszahlen sollen am 29. Oktober veröffentlicht werden. Samsung will im laufenden Jahr die Rekordsumme von 73 Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. Börsianer erhoffen sich Einzelheiten hierzu von der Veröffentlichung der detaillierten Geschäftszahlen.

Hochleistungsspeicher stark nachgefragt

Samsung Rekordlauf fußt auf rasanten Preissteigerungen für Speicherchips, die für KI-Anwendungen dringend benötigt werden. Durch den weltweiten Bauboom bei Rechenzentren kann die Halbleiterbranche die Nachfrage derzeit nicht decken. Vor allem KI-Hochleistungsspeicher (HBM) werden nachgefragt, da sie Daten besonders schnell verarbeiten können - und wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen die Preise.

Der Absatz dieser Produkte sei im dritten Quartal im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr vermutlich um 50 Prozent gestiegen, sagte Douglas Kim, Gründer des Analysehauses Douglas Research. Damit könnte Samsung den Rückstand auf den ebenfalls südkoreanischen Erzrivalen SK Hynix, den HBM-Weltmarktführer, wohl verringern.

Verhaltenes Handy-Geschäft

Auch herkömmliche DRAM- und NAND-Bausteine, die in PCs und Smartphones zum Einsatz kommen, sind derzeit so stark gesucht, dass die Nachfrage nicht bedient werden kann. Die Angebotslage wird sich Samsung zufolge frühestens 2028 entspannen. Um die hohen Investitionen in zusätzliche Produktionsanlagen abzusichern, strebt der Konzern langfristige Lieferverträge mit Betreibern von Rechenzentren an.

Allerdings steht dem Boom in den Chip-Sparten nur eine verhaltene Geschäftsentwicklung in der Handy-Sparte und der Unterhaltungselektronik gegenüber.

Aktie gibt trotzdem nach

Samsung-Aktien geben trotz der schwindelerregenden Zahlen nach. Denn wie stets wird an der Börse gefragt, ob die Entwicklung auch in die Zukunft fortgeschrieben werden kann. "Das Hauptaugenmerk des Marktes liegt auf der Frage, wie nachhaltig der Gewinnschub ist, der vor einem Jahr eingesetzt hat", sagte Analyst Kim Seok-hwan vom Vermögensverwalter Mirae.

Der Preisanstieg für Speicherbausteine verlangsamt sich bereits. Das Marktforschungs-Unternehmen TrendForce rechnet bis zum Jahresende mit Preiserhöhungen zwischen zehn und 15 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Zwischen April und Juni hatten sich Speicherchips noch um rund 60 Prozent verteuert. Einer der Gründe hierfür sei, dass in der Branche langfristige Lieferverträge eine immer größere Rolle spielten, erläuterte TrendForce-Managerin Avril Wu. Darin würden Preisobergrenzen vereinbart.

Auch TSMC auf Wachstumskurs

Die anhaltend hohe Nachfrage nach hochmodernen Computerchips verhilft auch TSMC erneut zu einem überraschend deutlichen Wachstum. Der Umsatz sei im dritten Quartal um die Hälfte auf ein Rekordhoch von umgerechnet 41,66 Milliarden Euro gestiegen, teilte der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger heute mit.

In der kommenden Woche will das Unternehmen detaillierte Quartalsergebnisse vorlegen. Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens ist der Motor des taiwanischen Konjunkturbooms.

DAX fällt unter 25.000 Punkte

Hatte der deutsche Leitindex DAX am Vortag noch die runde Marke von 25.000 Punkte erfolgreich verteidigt, rutscht der Index am Mittag darunter. Das Tagestief lag bisher bei 24.792 Punkten, aktuell steht der Index nur leicht darüber. Anhaltend hohe Ölpreise und Zinsängste lasten weiter auf der Stimmung der Anleger.

"Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

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