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Friday, October 23, 2026

Weihnachtsbäume könnten teurer werden

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Ein Baumschulenmitarbeiter steht in einer Anpflanzung von Weihnachtsbäumen.

Haupternte ab Mitte November Warum Weihnachtsbäume teurer werden

Stand: 23.10.2026 • 10:04 Uhr

Weihnachten ohne festlich geschmückten Baum ist für viele undenkbar. Und in wenigen Wochen beginnt bereits die Ernte. Eines zeichnet sich aber bereits ab: Wer einen natürlichen Weihnachtsbaum will, muss tiefer in die Tasche greifen.

In der anstehenden Weihnachtsbaum-Saison dürften die Preise gegenüber dem Vorjahr steigen. Der laufende Meter der bei den Verbrauchern beliebtesten Nordmanntanne liege bei etwa 25 bis 33 Euro, teilte der Verband natürlicher Weihnachtsbaum mit. Im vergangenen Jahr lag die Preisspanne demnach noch bei 23 bis 30 Euro. Der laufende Meter einer Blaufichte wird in diesem Jahr wohl 17 bis 22 Euro kosten, der einer Rotfichte 14 bis 19 Euro.

"Die Preisentwicklung ist vor allem auf gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie das rückläufige Angebot zurückzuführen", sagte Geschäftsführerin Saskia Blümel vom Verband natürlicher Weihnachtsbaum. Auch der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger rechnet mit ähnlichen Preissteigerungen.

Trockenheit wirkt regional unterschiedlich

Der lange trockene Sommer hatte laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum regional sehr unterschiedliche Auswirkungen. So sei es in Süddeutschland schwieriger gewesen als in Norddeutschland. Die Trockenheit habe vor allem bei Neuanpflanzungen für die kommenden Jahre Probleme bereitet, heißt es dazu vom Christbaumverband Baden-Württemberg.

"Da haben wir viel Schaden gehabt oder zum Teil Totalausfall vom Frühjahr", sagte der Vorsitzende Sebastian Fertig. "Das merkt man dann erst in acht, neun Jahren, wenn dann die Bäume da fehlen." Die Bäume, die sich schon ernten ließen, seien davon nur vereinzelt betroffen gewesen.

Die Haupternte startet laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum grundsätzlich Mitte November. Erste Bäume, etwa für Dekorationszwecke in Kommunen, werden demnach teilweise schon früher geschlagen. Dabei handele es sich in der Regel um Tannenbäume, die höher als fünf Meter sind. Nordmanntannen sind dem Verband zufolge nach acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig.

Angebot an Weihnachtsbäumen geht zurück

Pro Jahr würden in Deutschland rund 16 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft. Etwa 80 Prozent der Weihnachtsbäume, die in Deutschland aufgestellt werden, stammen laut dem Verband auch aus der Bundesrepublik. Importiert würden vor allem Nordmanntannen aus Dänemark.

Allerdings gehe das Angebot an Weihnachtsbäumen zurück, weil Erzeuger ihre Anbauflächen reduzierten oder die Produktion vollständig aufgäben. "Gründe sind steigende Produktionskosten, zunehmende Wetterextreme, Arbeitskräftemangel und fehlende Betriebsnachfolger", sagte Blümel.

Verbraucher setzen auf kleinere Bäume

Gleichzeitig beobachtet der Verband, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf etwas kleinere Bäume mit einer Höhe von 1,50 bis zwei Meter setzen. "Dies hat zum Beispiel auch den Hintergrund, dass der Wohnraum immer geringer wird", sagte Blümel. Zudem gibt es laut dem Verband auch den Trend zum Zweitbaum, also einen zusätzlichen Baum im Garten oder auf der Terrasse.

Dabei sind längst nicht alle Weihnachtsbäume immer natürlich: Laut einer Studie im Auftrag des Verbandes kaufte zuletzt nur gut ein Drittel der Befragten einen natürlichen Weihnachtsbaum. Rund 30 Prozent setzten demnach auf einen künstlichen Baum - und ähnlich viele verzichteten auf einen Baum.

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