Apple HomeView hat Safari-Browser dabei – mit Rezeptemodus
Apples im November erscheinende Smart-Home-Einrichtung HomeView kommt zwar ohne App Store, bietet neben der Nutzung bestimmter CarPlay-Apps aber auch einen „echten“ Browser an. Dabei handelt es sich um eine für das quadratische 7-Zoll-Display angepasste Variante von Apples hauseigenem Safari. Dieser ist unter anderem für die Verwendung in der Küche optimiert und liefert einen integrierten Rezeptemodus. Werden Websites mit Kochinhalten entdeckt, kann man deren Darstellung so anpassen, dass man Schritt für Schritt durch die Zubereitung geführt wird.
Browser auch für Video wichtig
Momentan ist noch unklar, welche Websites das System unterstützt oder ob es mit jedem generischen Rezepteangebot funktioniert. Erkennt der Browser eine Kochanleitung, taucht ein „Start Cooking“-Schalter auf dem Bildschirm auf. Dann soll der HomeView laut Apple zunächst eine Zutatenliste präsentieren und durch die Kocharbeit führen. Dazu passend beherrscht der HomeView eine beliebige Anzahl von Timern, die man per Spracheingabe setzen kann. Eine Live-Aktivitäten-Funktion lässt diese auch während der Verwendung anderer Apps sichtbar bleiben.
Der Browser ist auch wichtig, um Videos alternativer Dienste (außerhalb Apples hauseigener TV-App) anzusehen. Bis ausreichend CarPlay-Apps für Audio und Video bereitstehen, die mit dem HomeView kompatibel sind, ist es darüber dann beispielsweise möglich, YouTube oder Netflix zu schauen. Ob Apple das System der Heimzentrale eines Tages für Drittanbieter-Apps öffnet, bleibt unklar – technisch wäre das vermutlich kein Problem und könnte Apples andere Ökosysteme wie iOS, iPadOS, macOS, tvOS, watchOS und visionOS ergänzen. Aktuell will der Konzern den HomeView aber noch alleine kontrollieren, wohl auch, um neue Smart-Home-Kunden anzulocken, die bislang mit HomeKit gehadert haben.
HomeView zunächst nicht in der EU
Für EU-Bürger bleibt das Problem, dass Apple die Hardware, die in den USA knapp 300 US-Dollar plus Umsatzsteuer kostet, zunächst nicht zu uns bringen wird. Der Grund: Siri AI ist notwendig, das auf einem kompatiblen iPhone laufen muss.
Apple verhandelt derzeit weiter mit der Europäischen Kommission über eine mögliche Zulassung, hat sich aus regulatorischen Gründen zunächst dagegen entschieden. Beobachter rechnen damit, dass es noch Monate dauern könnte, bis der Konflikt eine Klärung findet. Apple fürchtet, seine Systeme (zu) weit öffnen zu müssen. Fremde KI-Systeme sollen alle Möglichkeiten haben, die Siri AI selbst hat, was Apple für ein Datenschutzproblem hält.
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