Megastar adelt "tollen Trainer": Als Klopp den 18-jährigen Mbappé im Privatjet fast zu Liverpool lockte

Als Klopp den 18-jährigen Mbappé im Privatjet fast zu Liverpool lockte
22.09.2026 | 17:07 Uhr
Superstar Kylian Mbappé lobt Jürgen Klopp in den höchsten Tönen. In einem Interview verrät der WM-Rekordtorschütze, wie der deutsche Trainer ihn fast zum FC Liverpool lotste. Die Verhandlungen fanden über den Wolken statt - und Mbappés Mutter war ganz vernarrt in Klopp.
Was wäre gewesen, wenn ...? Diese Frage dürfte sich nicht nur Kylian Mbappé manchmal stellen, sondern seit einem neuen Interview des französischen Superstars auch etliche Fans vom FC Liverpool. In einem langen Gespräch mit "The Athletic" sprach Mbappé unter anderem darüber, wie er sich als Kind den Haarschnitt von der auf dem Kopf immer kahler werdenden Legende Zinédine Zidane im Friseursalon wünschte, wie sehr er als Heranwachsender Cristiano Ronaldo verehrte, warum er mindestens 100 Tore für Frankreich erzielen will - und eben darüber, wie er 2017 fast bei den Reds mit ihrem damaligen Trainer Jürgen Klopp gelandet wäre.
Als 18-Jähriger war Mbappé bereits ein angehender Superstar, bei der AS Monaco schoss er in der Ligue 1 Tore am Fließband. "Ich musste eine Entscheidung treffen. Und ja, ich stand kurz davor, nach Liverpool zu wechseln", erzählte der Stürmer. "Meine Mutter war ein großer Fan von Jürgen Klopp, und ihr Wunschziel war Liverpool. Sie wollte, dass ich dorthin gehe."
Seine Mutter sei als "ein erster Schritt in den Verhandlungen" nach Liverpool geflogen, um sich die Stadt, das Stadion und den Klub anzusehen. "Sie war in Anfield und hat sich sofort darin verliebt", sagte Mbappé. "Sie meinte: 'Das ist ein wunderbarer Verein, alle sind so nett, es ist ein familiärer Verein, ein großer Verein.'" Der Hauptgrund sei aber ihre Verehrung von Jürgen Klopp gewesen, der 2015 die Reds übernommen hatte. Zum Ende der Saison 2016/17 wurde der Coach mit seinem Team Vierter in der Premier League.
Klopp verhandelt über den Wolken
Auch Mbappé outete sich nun als großer Fan des neuen deutschen Bundestrainers: "Jürgen Klopp ist ein toller Trainer. Ich habe ihn kennengelernt und habe ein wunderbares Verhältnis zu ihm. Ich habe großen Respekt vor ihm." Der WM-Rekordtorschütze erinnerte sich, wie Klopp mehrere Stunden lang versuchte, ihn zu Wechsel zu überreden, aber er habe geantwortet: "Sie brauchen mich nicht überzeugen. Sie sind Jürgen Klopp. Und es geht um den FC Liverpool."
Dass diese intensiven Gespräche nicht bekannt geworden waren, bis Klopp sie bei der Weltmeisterschaft versehentlich enthüllte, lag daran, dass der Trainer und sein FC Liverpool sich einen speziellen Kniff ausdachten: Sie führten die Verhandlungen über den Wolken. Sie fanden in einem Privatjet statt, der in Blackpool an der Nordwestküste Englands abhob, Mbappé in Nizza in Südfrankreich abholte und während der Verhandlungen am Himmel kreiste. "Wir drehten viele Runden", erinnerte sich Mbappé lachend.
Am Ende entschied sich Mbappé aber gegen seine Mutter und gegen Klopp. "Ich wollte in meiner Stadt, Paris, spielen. Ich wollte mein Land nicht verlassen, bevor ich es zu etwas gebracht hatte." Ein Jahr später wurde er mit der Nationalelf Weltmeister, für PSG schoss er 175 Tore in 205 Spielen. Doch den langersehnten Traum vom Champions-League-Triumph erfüllte sich Mbappé in Paris nicht, zwei Jahre nach den Verhandlungen hielten dafür die Reds den Henkelpott in den Händen. Wer weiß, wie viele weitere hinzugekommen wären, hätte dort auch der vielleicht beste Fußballer seiner Generation unter der Regie von Jürgen Klopp gekickt.
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