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Thursday, October 1, 2026

Linke, Grüne und SPD: Erste Gespräche zu schweren Brocken

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Linke, Grüne und SPD in Berlin haben sich vor dem Start möglicher Sondierungen offenbar noch nicht auf eine gemeinsame Linie zum Umgang mit Antisemitismus und organisierter Kriminalität verständigt. Nach einem rund fünfstündigen "vertraulichen Vorgespräch" erklärten Politiker der drei Parteien, man wolle die Gespräche fortsetzen.

Details nannten die Parteivorsitzenden Kerstin Wolter (Linke), Nina Stahr (Grüne) und Bettina König (SPD) nicht - auch nicht zur Frage, wann weitergesprochen werden soll. Bei Statements vor Journalisten sprachen alle drei lediglich von einem "konstruktiven" Austausch. Man habe Vertraulichkeit vereinbart.

Die Linkspartei müsse "Problemlagen aus dem Weg räumen", sagt der Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Schroeder über die Regierungsbildung in Berlin.

01.10.2026 | 7:32 min

Kritik an der Nähe der Linken zu Clans

Bei den Vorgesprächen, die als Voraussetzung für den Start von Sondierungsgesprächen gelten, stehen besonders die heiklen Themen im Fokus. Eines dieser Themen dürften Clan-Kontakte innerhalb der Berliner Linken sein. So war bei der Wahlparty der Neuköllner Linken nach der Berlin-Wahl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans anwesend.

Der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak steht zudem unter Druck, weil er freundschaftliche Chatnachrichten mit einem Sohn einer dem Clan-Milieu zugeordneten Großfamilie austauschte. Am Mittwoch hatte er mitgeteilt, dass er als Konsequenz seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags aufgibt.

Verbindungen zum Remmo-Clan, Antisemitismusvorwürfe: Seit ihrem Wahlsieg wächst die Kritik an der Linken in Berlin.

27.09.2026 | 3:52 min

Umgang mit Antisemitismus in der Linken im Fokus

Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina und zum Antisemitismus schon seit Längerem immer wieder in der Kritik. Das Spitzenpersonal des Landesverbandes versicherte angesichts der heftigen Debatte nach der Wahl mehrfach, dass die Partei für den Schutz jüdischen Lebens stehe.

Bei der Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September war auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist zugegen. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist.

"Die größte Hürde ist das Antisemitismusproblem", sagt ZDF-Korrespondent Stephan Merseburger zur Linken in Berlin.

25.09.2026 | 1:09 min

SPD und Linke uneins beim Thema Wohnkonzerne

Ein großer Brocken dürfte das Thema Wohnen und Mieten sein, das im Berliner Wahlkampf eine enorme Rolle spielte. Zentrale Forderung der Linken ist eine Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne, um so 220.000 zusätzliche Wohnungen in kommunale Hand und mehr Einfluss auf den Wohnungsmarkt zu bekommen. Der SPD-Spitzenmann Krach hat im Wahlkampf dagegen erklärt, mit ihm werde es keine Enteignungen geben.

Die Berliner Linke macht den Weg frei für Sondierungen mit Grünen und SPD. Doch Streit über Antisemitismus und Enteignungen belastet die Gespräche mit möglichen Partnern.

25.09.2026 | 2:30 min

Elif Eralp als erste Regierende Bürgermeisterin der Linken?

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die Partei setzt nun auf eine rot-grün-rote Koalition. Wenn es dazu kommt, könnte sie mit ihrer Spitzenkandidatin und Co-Fraktionsvorsitzenden Elif Eralp erstmals eine Regierende Bürgermeisterin in Berlin stellen.

Quelle: dpa

Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 01.10.2026 ab 05:30 Uhr.

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