Bundeswehr-Einsatz im Irak beendet - Soldaten kehren zurück
Kampf gegen IS Letzte Bundeswehr-Soldaten aus Irak zurückgekehrt
Stand: 01.10.2026 • 18:05 Uhr
Nach mehr als einem Jahrzehnt der Bundeswehr-Präsenz im Irak sind die letzten 28 Soldaten und Soldatinnen wieder zurück in Deutschland. Das Verteidigungsministerium arbeitet bereits an einer neuen Zusammenarbeit.
Die Bundeswehr hat ihren Einsatz im Irak beendet. Die letzten 28 Soldatinnen und Soldaten sind auf dem Flugplatz Wunstorf bei Hannover angekommen. "Mit Ihrer Rückkehr endet nach mehr als einem Jahrzehnt die aktuelle deutsche Präsenz in der Region Kurdistan-Irak", sagte Generalleutnant Günter Katz bei einem feierlichen Appell am Fliegerhorst.
Die letzten Monate waren laut Nils Hilmer, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, geprägt von einer angespannten Sicherheitslage. Seit März sei es verstärkt zu Angriffen in der gesamten Region gekommen, auch auf die Airbase, auf der die deutschen Soldatinnen und Soldaten weitestgehend untergebracht waren. Der Abzug sei deshalb immer wieder von Planänderungen gekennzeichnet gewesen.
Ministerium: Schaffen Grundlage für weitere Zusammenarbeit
Im vergangenen Jahrzehnt bestand die Aufgabe der Bundeswehr - als Teil einer internationalen Mission - vor allem darin, irakische Sicherheitskräfte im Kampf gegen den IS auszubilden. Die Bundeswehr half zum Beispiel bei der Luftaufklärung mit Tornado-Kampfjets, beim Transport von Militärgütern oder der Luftbetankung von Flugzeugen. Der Irak sollte dadurch langfristig selbst in der Lage sein, den IS zu bekämpfen und für seine eigene Sicherheit zu sorgen, ohne auf ausländische Truppen angewiesen zu sein.
Aus Sicht der irakischen Regierung ist dieses Ziel erreicht: Sie selbst hatte gewünscht, dass der internationale Einsatz endet. Gestern hatten die USA ihren Militäreinsatz gegen den IS für beendet erklärt und von einem Meilenstein gesprochen.
Das Bundesverteidigungsministerium kündigte an: Deutschland werde der irakischen Regierung weiterhin eng verbunden bleiben und auch künftig zur Unterstützung von Sicherheit und Stabilität im Irak bereitstehen. "Wir sind bereits dabei, die Grundlagen für unsere zukünftige Zusammenarbeit mit den irakischen Streit- und Sicherheitskräften zu schaffen", so Hilmer. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte bereits im Juli gesagt, Deutschland wolle grundsätzlich mit der Bundeswehr in Erbil engagiert bleiben. Er halte das "auch außenpolitisch für richtig und für geboten", sagte der CDU-Politiker.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.