InquirerLPA off Palawan to bring rains across parts of PHThe Jerusalem PostEyal Waldman backs Eisenkot, warns Netanyahu win could threaten Israel’s democracy, economyPunchAisha Buhari visits AtikuDaily MaverickPHOTO ESSAY: Johannesburg’s walls are giant canvases for the city’s storiesוואלהבשל סירוב ויזה: אבו מאזן (שוב) לא ישתתף בעצרת האו"ם한겨레‘땅’ 아닌 ‘계획’ 부족… 국내 태양광 잠재량, 2030년 목표 4배Bollywood HungamaEXCLUSIVE: Abundantia Entertainment and Almighty Motion Picture join hands for Kodaikanal Mercury thriller Heavy MetalSözcüBankaların tuzak kelimesi: Telefonda söylerseniz borçlu çıkarsınızCNN TürkBORSA NEDEN DÜŞTÜ? BİST 100’de sert düşüş | Borsa İstanbul bugün neden düşüyor, son durum ne?The South AfricanTides: High and low tide times as heavy rain hitsObservador DesportoAs notícias das 7hDaily MailPutney Pusher suspect is found dead: Millionaire HSBC banker, 44, and ex-Army captain with links to royalty was under investigation in hunt for jogger who shoved woman into path of bus
The Daily Newsstand · Free, Always
Thursday, September 17, 2026

Wenn das Girokonto mehr als 100 Euro kostet: Wie der Wechsel gelingt

Translate
Kontoauszug einer Bank.

Wechsel der Bank Wie sich beim Girokonto sparen lässt

Stand: 17.09.2026 • 06:28 Uhr

Das Girokonto ist praktisch unverzichtbar. Doch vor allem bei vielen Filialbanken fällt mittlerweile eine Kontoführungsgebühr an - Kosten, die sich oft vermeiden lassen.

Lilli Hiltscher

Miete, Strom und Gas, Handyrechnung und das Netflix-Abo - ohne ein Girokonto ist all das undenkbar. Viele Deutsche verlassen sich deshalb im Alltag auf ihr Konto. Doch schon der Besitz eines Girokontos ist bei vielen alteingesessenen Filialbanken längst nicht mehr kostenlos.

Im Gegenteil: Mehrere hundert Euro kann das Girokonto pro Jahr kosten, zeigt ein Blick in konkrete Preisverzeichnisse einzelner Banken. Bei der Volksbank Köln Bonn etwa kostet das Komfort-Konto für Personen ab 27 Jahren inklusive Debitkarte 120 Euro im Jahr. Wer Überweisungen in der Filiale beauftragt, zahlt dafür noch mal extra. Je nach Institut können die Gebühren deutlich höher ausfallen: Das Konto "Echt unser Bestes" der Dortmunder Sparkasse liegt für Kundinnen und Kunden ab 27 Jahren sogar bei 238,80 Euro pro Jahr.

Und nicht nur Sparkassen und Volksbanken lassen sich Kontoführung gut bezahlen - auch große, deutschlandweit tätige Banken wie die Commerzbank verlangen Kontoführungsgebühren. Zwischen 58,80 Euro und 154,80 Euro kosten die unterschiedlichen Kontenmodelle. "Wir hatten eine Phase der Niedrigzinsen, in der die Bank mit dem Geld auf dem Girokonto keine Erträge generieren konnte, oder beim Negativzins sogar Verluste generiert hat. Daraufhin haben die Banken vor einigen Jahren die Kontoführungsgebühr deutlich erhöht", erklärt Martin Faust, Experte für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance and Management im aktuellen Video des ARD-Finanzformates 50k auf YouTube.

Digitalbanken sind oft günstiger

Allerdings ist das längst nicht bei allen Banken so: Vor allem die sogenannten Neobanken wie C24 und Neobroker mit Vollbanklizenz wie Trade Republic erheben keine Kontoführungsgebühren. Das hat auch einen einfachen Grund: Neobanken sind digitale Banken, die ihre Dienstleistungen hauptsächlich über mobile Apps und Online-Plattformen anbieten. Im Gegensatz zu den traditionellen Banken haben sie keine Filialen - und dadurch auch geringere Kosten und bessere Konditionen.

Das ist auch vielen Kundinnen und Kunden bereits aufgefallen: Eine Bitkom-Studie aus dem Jahr 2024 zeigt, dass die Treue zur Hausbank seit Jahren immer weiter abnimmt - ein Trend, der sich mittlerweile verstärkt haben dürfte. Demnach haben 2024 bereits 58 Prozent der Deutschen einmal ihr hauptsächlich genutztes Girokonto gewechselt. 2022 waren erst 51 Prozent und 2018 sogar nur 35 Prozent der Deutschen. "Die Kunden achten immer mehr auf Preis und Leistung. Und sie sind nicht mehr bereit, für Dinge zu bezahlen, die sie nicht mehr brauchen", erklärt Experte Faust diesen Trend.

Welche Leistungen sind wichtig?

Das beinhaltet für viele Menschen mittlerweile auch die Filialen: Laut der Bitkom-Studie haben 2024 mehr als 40 Prozent der Bankkunden nie eine Filiale aufgesucht und ausschließlich Online-Banking genutzt. Wenig überraschend ist da die Tatsache, dass die Marke oder das Filialnetz bei der Entscheidung für oder gegen eine Bank kaum mehr eine Rolle gespielt hat. Stattdessen sind digitale Angebote für die Entscheidung wichtig - etwa eine benutzerfreundliche App oder Mobile-Payment-Anwendung.

Verbraucherschützer wie Finanztip raten außerdem dazu, auch auf versteckte Gebühren zu achten, etwa Kosten für Bankkarten oder Überweisungen oder einen monatlichen Mindestgeldeingang. Außerdem sollte man vor dem Wechsel auch darauf achten, ob und wo man kostenlos Geld abheben und einzahlen kann. Um sich einen Überblick zu verschaffen, bietet etwa Finanztip einen Girokontovergleich an:

Finanztip-Girokontovergleich 2026, Sortierung nach Preis-Leistung
Bank und Produkt Kontoführungsgebühr Kostenlose Abhebungen im Monat in Deutschland
norisbank: Norisbank Top-Girokonto 3,90 € (0 € ab 500 € Geldeingang im Monat) Immer bei Cashgroup
Consorbank!: Consorbank! Girokonto 4 € (0 € ab 700 € Geldeingang im Monat) Immer bei Visa-Automaten
Santander: Santander BestGrioOnline 0 € 6x kostenlos im Monat, danach 4,95 €
DKB: DKB Aktiv 4,50 € (0 € ab 700 € Geldeingang im Monat) Immer bei Visa-Automaten
comdirekt: Comdirekt Girokonto Aktiv 4,90 € (0 € ab 700 € Geldeingang im Monat) Immer bei Cashgroup/ 3x bei Visa-Automaten, danach 4,90 €

Wie der Wechsel funktioniert

Wer sich für den Wechsel des Girokontos entscheidet, ist dabei auch nicht auf sich allein gestellt. Das ist im sogenannten Zahlungskontengesetz geregelt. Dieses Gesetz verpflichtet Banken, dass sie ihren Kunden über die Kontowechselhilfe beim Wechsel des Girokontos helfen müssen.

Als Kundin oder Kunde eröffnet man bei der neuen Bank ein Konto und gibt dieser dann eine Ermächtigung, sich an die alte Bank zu wenden und die nötigen Daten einzufordern. Danach hat die alte Bank fünf Geschäftstage Zeit, alle Zahlungen und Lastschriften der letzten 13 Monate an die neue Bank zu übermitteln. Und die neue Bank hat dann selbst fünf Geschäftstage Zeit, alles vorzubereiten, etwa neue Daueraufträge einzurichten.

Die Verbraucherzentrale rät bei einem Kontowechsel übrigens, für eine kurze Zeit beide Konten noch parallel laufen zu lassen. Denn auch wenn es gesetzliche Fristen gibt, können manche Prozesse etwa über den Postweg länger dauern. Und wenn es beim Kontowechsel zu einem finanziellen Schaden kommt und man durch fehlerhafte Datenübertragungen der Banken zum Beispiel eine Mahnung erhält, haften die Banken dafür.

Gibt es einen Haken?

Martin Faust betont im aktuellen 50k-Video aber auch, dass selbst ein gebührenfreies Girokonto nicht ohne Tücken ist: "Die Bank erfährt natürlich auch sehr viel über den Kunden." Daraus könne das Geldhaus dann Profit schlagen: "Hat er Guthaben, dann kann ich ihn vielleicht auf Wertpapiere ansprechen. Ist er oft im Minus, dann wäre vielleicht ein Konsumentendarlehen was", so Faust.

Und auch für die Kunden selbst haben kostenlose Konten bei Direktbanken, die keine Filialen mehr haben, offenbar nicht nur Vorteile. Denn auch wenn fast die Hälfte der Deutschen den Filialservice nicht nutzt, schätzen ihn viele Menschen doch. "Viele wollen sich Optionen offenhalten. Es könnte ja mal der Fall sein, dass man vielleicht doch ein Problem hat, das man dann lieber persönlich in der Filiale klären möchte", erklärt Experte Faust den scheinbaren Widerspruch: "Diese Möglichkeit hat man noch im Hinterkopf und ist deswegen bereit, vielleicht doch bei der Bank zu bleiben, obwohl man diese Leistung gar nicht nutzt."

View the original on Tagesschau

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.