Vielleicht der letzte Sommertag: Müssen wir uns von der Sonne verabschieden?

Vielleicht der letzte SommertagMüssen wir uns von der Sonne verabschieden?
15.09.2026, 16:27 Uhr

In vielen Teilen Deutschlands ist es heute noch einmal richtig warm. Obwohl es danach zunächst eher herbstlich werden soll, gibt es durchaus Hoffnungen auf einen Altweibersommer. Warum auch die Veranstalter des Oktoberfests zuversichtlich sein können, erklärt ntv-Meteorologe Luk Nonnenmacher.
Wenn man so will, ist heute der letzte richtige Sommertag. In den meisten Teilen Deutschlands werden heute Temperaturen von 25 Grad und mehr erreicht. Das liegt an dem Hoch "Xanthos" und der damit verbundenen Anströmrichtung der Luft, die uns warme spanische Luft beschert.
Ab den späten Abendstunden zieht eine Kaltfront aus Nordwesten kommend über das ganze Land und verdrängt die warme Luft nach Osteuropa. In der Nacht und bis zum Morgen bringt diese Front Gewitter, starke Regenfälle und Unwetter mit sich. Der Wind dreht Richtung Nordwest und es strömt kühlere und feuchtere Luft vom Nordatlantik zu uns nach Deutschland.
ntv.de: Ist mit Besserung zu rechnen oder machen wir ab morgen einen Kopfsprung in den Herbst?
Luk Nonnenmacher: Zunächst bringt die Kaltfront Regen und spürbare Abkühlung. Bis zum Wochenende bleibt es besonders im Norden wechselhaft und unbeständig. Im Süden sieht es vergleichsweise besser aus. Aus dem mittleren Atlantikraum nähert sich ein Hochdruckgebiet, das vermehrt für Stabilität sorgt. Ähnliches sagen auch Langzeitmodelle voraus. Ein freundlicher und angenehmer Altweibersommer ist durchaus zu erwarten.
Das Oktoberfest steht vor der Tür. Wie wird das Wetter am Wochenende?
Gerade zum Wochenende wird es spannend. Letzte Schauer sind zwar noch unterwegs, aber hauptsächlich in der Nordhälfte. Einem sonnigen Oktoberfest-Auftakt steht nichts im Wege. Auch die Temperaturen erreichen am Samstag in München Höchstwerte von freundlichen 22 Grad am Tag und niedrigste Werte von 12 Grad in der Nacht. Mit diesen angenehmen Temperaturen wird es im Festzelt nicht zu heiß und es kann ausgelassen gefeiert werden.
Wie geht es der Natur mit diesem Wetterumschwung?
Die Natur kann fürs Erste aufatmen. Hitze stresst Bäume und Pflanzen ungemein. Durch die niedrigeren Temperaturen verbrauchen Pflanzen nun weniger Wasser. Auch der Regen, der erwartet wird, hilft den Pflanzen fürs Erste. Genug ist der kommende Niederschlag aber noch lange nicht. Besonders in tieferen Erdschichten fehlt Flüssigkeit und der Grundwasserspiegel ist zu niedrig. Damit verbunden bleiben auch die Flusspegel auf einem sehr niedrigen Stand.
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