Rückkehrprogramme des Bundes: Zahl der freiwilligen Ausreisen abgelehnter Asylbewerber steigt

Rückkehrprogramme des BundesZahl der freiwilligen Ausreisen abgelehnter Asylbewerber steigt
17.08.2026, 09:43 Uhr
Mit einem Programm fördert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Es übernimmt etwa Flugkosten und zahlt eine "Starthilfe". Davon machen offenbar mehr Menschen Gebrauch.
Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Migranten und abgelehnten Asylsuchenden ist einem Medienbericht zufolge gestiegen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres seien insgesamt 9276 Menschen im Rahmen von Rückkehrprogrammen des Bundes in ihre Heimatländer zurückgekehrt, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf).
Im ersten Halbjahr 2025 seien es zum Vergleich 7348 Menschen gewesen, die freiwillig über das humanitäre Rückkehrförderprogramm REAG/GARP ausgereist waren.
Schon 2025 war die geförderte freiwillige Rückkehr von ausreisepflichtigen Ausländern dem Bericht zufolge deutlich angestiegen. Im gesamten Jahr 2025 hätten die Bundesbehörden 16.578 Menschen bei der geförderten Rückkehr in ihr Herkunftsland oder einen aufnahmebereiten Drittstaat unterstützt. 2024 waren es den Angaben zufolge noch 10.358 Menschen.
Wie die Funke-Zeitungen weiter berichteten, waren laut Ausländerzentralregister Ende Juni 2026 insgesamt 258.845 Menschen in Deutschland ausreisepflichtig. Davon waren demnach 199.271 geduldet. Insgesamt hätten die Behörden in Bund und Ländern laut Bundesinnenministerium zwischen Januar und Ende Juni 18.939 Menschen aus Deutschland abgeschoben, einen Teil mit Zwang durch die Polizei, einen anderen Teil mit Anreizen und Förderung durch den Bund.
Mit dem sogenannten REAG-GARP-Programm fördert das Bamf die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten. Das Bundesamt übernimmt etwa Flugkosten für die Ausreise und zahlt eine "Starthilfe" von 1000 Euro pro Erwachsenem sowie 500 für Kinder und Jugendliche. Seit Januar 2025 bietet das Bamf wieder die geförderte freiwillige Ausreise auch nach Syrien an, zuvor war das Programm aufgrund des Bürgerkrieges in dem Land ausgesetzt.
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