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Saturday, October 3, 2026

Kaufkraft sinkt dramatisch: Irans Währung im freien Fall

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Motorräder und Autos stehen im Iran Schlange vor einer Tankstelle. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Krieg, Sanktionen und Blockaden: Die iranische Wirtschaft liegt am Boden. Mit drastischen Auswirkungen für die Bevölkerung.

Die iranische Landeswährung ist angesichts von Krieg und Wirtschaftssanktionen im Sinkflug. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial, wie das iranische Finanzportal bon-bast.com berichtet.

Durch den rapiden Wertverlust sinkt die Kaufkraft der Bevölkerung drastisch. Nach Angaben von Finanzexperten ist der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 Euro auf rund 70 Euro gefallen. Die Abwertung verteuert vor allem den Import von Konsumgütern und Rohstoffen, was den heimischen Preisdruck weiter anheizt.

In den vergangenen sechs Monaten seien die Lebensmittelpreise deutlich gestiegen, berichteten Bewohner der Hauptstadt Teheran. So habe sich der Preis für ein Brot von 250.000 Rial auf 500.000 verdoppelt. Der Preis für ein Kilogramm Reis sei von 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Rial gestiegen. Fleisch sei für viele Haushalte inzwischen unerschwinglich.

Iraner spüren Folgen des Kriegs und der Sanktionen

Die USA reagierten auf die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Dadurch ist der iranische Ölhandel nahezu zum Erliegen gekommen. Zudem verhängten die USA Sanktionen gegen Unterstützer des Irans, unter anderem Banken und Luftfahrtunternehmen.

Die USA verschärften Anfang des Monats ihre Sanktionen gegen den Iran weiter. Das Finanzministerium in Washington verkündete am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen die größten iranischen Automobilhersteller Iran Khodro (IKCO) und Saipa. Auch die Bahnbranche und Metallunternehmen wie der Stahlhersteller Hepco sind demnach betroffen, ebenso wie eine Firma mit Sitz in Deutschland. Der Bahn- und Automobilsektor gehörten zu den "größten verbleibenden Einnahmequellen" der Regierung in Teheran, erklärte das US-Finanzministerium. Vermögenswerte der betroffenen Firmen in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit ihnen werden untersagt.

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