Kommunalwahl in Niedersachsen: CDU holt in Wolfsburg haarscharf die absolute Mehrheit

Kommunalwahl in NiedersachsenCDU holt in Wolfsburg haarscharf die absolute Mehrheit
13.09.2026, 20:43 Uhr

In Niedersachsen trudeln die Ergebnisse der Kommunalwahlen ein. Die CDU kann in Wolfsburg jubeln, muss in Worms allerdings noch bangen. Hannover kämpft derweil mit langen Schlangen und hohen Wartezeiten.
Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Wolfsburg hat Amtsinhaber Dennis Weilmann von der CDU die absolute Mehrheit geholt. Nach Auszählung aller Stimmen erhielt er 50,1 Prozent. Damit bleibt er weiter Oberbürgermeister der VW-Stadt. Auf Platz zwei landete Karsten Schneider von der SPD mit 15,5 Prozent vor Thomas Schick von der AfD mit 14,1. Weil Weilmann die absolute Mehrheit geholt hat, ist in Wolfsburg keine Stichwahl mehr notwendig.
In Worms entscheidet dagegen eine Stichwahl zwischen Stephanie Lohr von der CDU und Timo Horst von der SPD am 27. September über die künftige Rathaus-Spitze. Laut dem vorläufigen Ergebnis der OB-Wahl entfielen 44,1 Prozent der Stimmen auf Bürgermeisterin Lohr und 40,5 Prozent auf Stadtentwicklungsdezernent Horst.
Für das Amt des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin haben sich in der ersten Runde eine Frau und drei Männer beworben. Im ersten Wahlgang ausgeschieden sind der AfD-Kandidat und Volkswirt Frank Senger mit 13,1 Prozent der Stimmen sowie der FDP-Bewerber, Unternehmer Ali Kesler, mit 2,2 Prozent. Der seit 2019 amtierende Oberbürgermeister Adolf Kessel gibt seinen Posten zum Jahresende auf. Eigentlich läuft seine Amtszeit bis Ende Juni 2027, der 68-Jährige geht aber in Ruhestand.
Hannover kämpft mit Wartezeiten
Lange Schlangen vor Wahllokalen haben am Wahltag in Hannover derweil für Wartezeiten gesorgt. Die Stadt reagierte nach Angaben von Wahlleiter Sascha Kusz mit zusätzlichen Wahlkabinen, um die Situation zu entspannen.
Grund für die längeren Wartezeiten seien vor allem die umfangreichen Stimmzettel gewesen. Bei der Kommunalwahl mussten die Wählerinnen und Wähler fünf Stimmzettel ausfüllen, die mit zahlreichen Namen entsprechend groß ausfielen. "Wenn man sich da nicht vorher mit vertraut gemacht hat, sondern erst in der Wahlkabine, dann kann das schon gerne mal dauern", sagte Kusz am Wahlabend im Rathaus.
Die Wahllokale seien deshalb grundsätzlich mit drei oder vier Wahlkabinen ausgestattet worden - üblicherweise waren es bei vorherigen Wahlen meist zwei bis drei Kabinen gewesen. Nachdem die Wahlleitung Hinweise auf lange Schlangen erhalten habe, seien zudem Fahrzeuge mit weiteren Wahlkabinen zu einzelnen Wahllokalen geschickt worden.
Teilweise sei die Zahl auf bis zu fünf Kabinen erhöht worden. Ganz vermeiden ließen sich Warteschlangen bei einer Kommunalwahl dieser Art jedoch nicht, sagte Kusz. Alle Wahlberechtigten, die bis 18.00 Uhr in der Schlange vor einem Wahllokal gestanden hätten, hätten aber noch ihre Stimme abgeben können.
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