VAR-Festival und doppelter Schick: Leverkusens Serie hält auch in Posen an
Zwar stand Schick nicht in der Startelf - und dennoch gelangen dem Tschechen zwei Treffer im ersten Durchgang. Zu Gast in Posen machte Bayer 04 Leverkusen vor der Pause alles klar, die Ungeschlagen-Serie hält an.

Torschützen unter sich: Malik Tillman herzte Patrik Schick (re.) nach dessen Doppelpack. Getty Images
Sechsmal wechselte Bayer-Coach Carles Martinez im Vergleich zum 4:3 in Mainz, brachte unter anderem Terrier für Schick - auch Tella und Tillman rückten in der Offensive neu rein. Gerade einmal 15 Minuten waren gespielt, da saß Terrier schon auf dem Rasen und musste verletzt ausgewechselt werden, stattdessen kam Schick ins Spiel (18.).
Die Anfangsphase ging an die Werkself, die sich früh Torchancen erarbeitete, etwa beim Kopfball von Kapitän Tapsoba (7.). Doch auch Posen versteckte sich nicht und wollte eine gute Rolle spielen. Der Ex-Nürnberger Ishak (2017-2020) meldete die Hausherren mit einem wuchtigen Schuss an (11.), ehe die Partie immer ausgeglichener wurde. Leverkusen ließ den polnischen Meister mitspielen, stand in der Defensive aber dennoch überwiegend kompakt. Tillman köpfte knapp drüber (24.) - und dann begann ein VAR-Festival.
Europa League, 2. Spieltag - Die Frühe Konferenz
Referee Milos Milanovic ahndete nach Video-Studium ein Handspiel des eingewechselten Yegbe (29.), sodass Schick die Werkself aus elf Metern in Führung bringen konnte und genau das auch sehr souverän tat (29.). Nur drei Minuten später machte Tillman im zweiten Versuch den Bayer-Doppelschlag perfekt und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie (32.), bereits zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel entschieden.
Schick verpasst den Dreierpack
Denn Posen hatte den Faden verloren, kam gar nicht mehr zum Zug und verursachte den nächsten Elfmeter. Wieder musste der serbische Schiedsrichter erst an den Monitor und entschied dann auf Strafstoß (40.), den erneut Schick treten durfte und noch vor der Pause einen Doppelpack schnürte (41.). Der Tscheche kürte sich damit zum ersten Spieler der Europa-League-Geschichte, der als Einwechselspieler zwei Tore in der ersten Halbzeit erzielte.
Und beinahe wäre dem 30-Jährigen nach dem Seitenwechsel sogar noch der dritte Treffer gelungen. Nach einer Tella-Flanke fehlte dem Angreifer allerdings die Körperspannung, aus knapp fünf Metern ließ er die hundertprozentige Gelegenheit aus (51.). Leverkusen schaltete fortan in den Verwaltungsmodus und verhinderte, dass bei den Hausherren noch einmal Hoffnung aufkam. Ab und an kombinierte sich die Werkself nach vorn, viel passierte in dieser Phase aber nicht.
Moreira verpasst Treffer Nummer vier, Maza macht es besser
Beide Trainer wechselten fleißig, unter anderem fiel Joker Andrich nach seiner Einwechslung erst positiv mit zwei Offensivaktionen auf (64., 66.) - und dann negativ, weil er ein unnötiges Foul taktischer Natur beging (68.). Schick hingegen erlebte einen maximal effektiven Abend, wurde nach seiner Einwechslung wieder runtergenommen und konnte sich immerhin ein wenig schonen für das anstehende Bundesliga-Duell mit dem Tabellenführer aus Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr).
Joker Moreira ließ gleich zweimal den vierten Treffer liegen, scheiterte doppelt an Lis (84., 86.). Maza hingegen machte es auf Vorlage des Portugiesen besser und schraubte den Vorsprung kurz vor dem Ende mit seinem Flachschuss aus knapp 16 Metern auf vier Tore (89.). Posen spielt in der heimischen Liga am Sonntag gegen Kielce (17.30 Uhr), ehe am Donnerstag das nächste Heimspiel in der Europa League gegen Sunderland ansteht (18.45 Uhr).
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