So nimmt die Welt Abschied von Patrick Stewart
Als Captain Jean-Luc Picard der "Enterprise" brillierte er. Nun ist der Schauspieler und "Star Trek"-Star Sir Patrick Stewart mit 86 Jahren gestorben.
30.10.2026 | 0:41 min"Der Weltraum, unendliche Weiten" - mit diesem Satz gelangte Captain Jean-Luc Picard auch in deutsche Wohnzimmer. Nun müssen Fans und Kollegen in aller Welt Abschied nehmen: Hollywood-Star Sir Patrick Stewart ist tot. Der als Captain des Raumschiffs Enterprise berühmte Brite starb im Alter von 86 Jahren in seinem Zuhause im kalifornischen Los Angeles.
Nach Angaben seiner langjährigen Sprecherin Kelly Bush Novak litt Stewart an einer Alzheimer-Erkrankung sowie an der Lewy-Körperchen-Demenz, einer selteneren Demenzform.
Andere Star-Trek-Schauspieler zollen Tribut
Weltweit bekundeten Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Millionen Fans ihre Trauer. "Sir Patrick Stewart war ein Freund, ein Kollege und ein großartiger Schauspieler. Von der Bühne bis zur Brücke der Enterprise brachte er Intelligenz, Anmut und ein tiefes Gefühl von Menschlichkeit in alles ein, was er tat", zollte Schauspieler William Shatner, Captain der Enterprise-Originalserie, Tribut.
Captain Picard stand für das Beste in uns, und das galt auch für den Mann, der ihn spielte.
William Shatner, Captain der Enterprise-Originalserie
Stewarts enger Freund Ian McKellen schrieb über ihn auf Instagram: "Er trug sein Herz auf der Zunge, was ihn zu einem Mann machte, auf den man sich verlassen konnte, den man bewundern konnte und - in meinem Fall - lieben konnte."
Instagram-Post von Hugh Jackman
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"Wir haben heute einen der Großen von Bühne und Leinwand verloren. Ich habe so viel von ihm gelernt. Ich werde dich, Patrick Stewart, für den Rest meiner Tage vermissen", schrieb Hugh Jackman, Co-Star in "X-Men" auf Instagram.
Auch die Marvel-Studios würdigten ihren Star: "Mehr als 25 Jahre lang hat er der Rolle Gewicht und Tiefe verliehen", hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung. Als Professor Xavier habe Stewart "Fans rund um die Welt gewonnen und dazu beigetragen, das Superhelden-Geschichtenerzählen für immer zu verändern".
Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren in Los Angeles an den Folgen einer Alzheimer-Erkrankung gestorben. Bekannt war er vor allem als Captain Picard in Star Trek.
30.10.2026 | 0:24 minInspiration und Vorbild für Science-Fiction-Fans
"Fans auf der ganzen Welt trauern um das Ableben einer echten und unersetzlichen Legende", würdigte George Takei, Star der ersten Enterprise-Serie, den Verstorbenen. Als Captain Picard habe Stewart eine ganze nächste Generation von Sternguckern inspiriert - "die sehnsüchtig vorausschauten in eine hellere Zukunft für die gesamte Menschheit".
US-Komiker Seth MacFarlane schrieb auf Instagram: "Die ganze Welt wird ihn zutiefst vermissen."
Auch der britische Verteidigungsminister Wes Streeting würdigte Stewart: "Von Shakespeare bis Star Trek drang er kühn dorthin vor, wo noch kaum ein Mensch zuvor gewesen war, und nahm Millionen von uns mit sich. Er hat nie seine Wurzeln vergessen und schreckte nie davor zurück, seine Stimme zu erheben, um für andere einzustehen - insbesondere für jene, die von häuslicher Gewalt betroffen sind."
Der US-Schauspieler Walter Koenig ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Koenig war bekannt aus der Science-Fiction-Serie Star Trek, wo er den russischen Navigator Pavel Chekov spielte.
26.10.2026 | 0:33 minFür diese Filme und Serien war Stewart bekannt
Die TV-Serie "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" ("Star Trek: The Next Generation") hatte den Darsteller, dessen Karriere im Theater begonnen hatte, in den 80er Jahren weltberühmt gemacht.
Millionen Fans begeisterte der Brite zudem in der jüngeren Vergangenheit unter anderem durch seine Rolle in den Comic-Verfilmungen der "X-Men"-Reihe, in denen er Professor Charles Xavier spielte.
Als Jean-Luc Picard hatte Stewart 2020 mit Ende 70 noch einmal ein Comeback gefeiert. In der TV-Serie "Star Trek: Picard" war der Brite ein weiteres Mal der aufrichtige, zuverlässige und manchmal etwas steife französische Kultkapitän. Bis 2002 hatte er diese Rolle in der ursprünglichen Serie mit dem feinen englischen Akzent 15 Jahre lang in sieben TV-Staffeln und vier Kinofilmen gespielt.
Privat lebte Stewart in dritter Ehe mit der 38 Jahre jüngeren Musikerin Sunny Ozell zusammen, die bis zuletzt an seiner Seite war. Noch vor der Leinwand- und TV-Karriere war es das Theater, das ihn begeisterte - und auch ein Leben lang begleitete. Von 1966 bis 1982 war er Mitglied der Royal Shakespeare Company. 2010 wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.
Der britische Schauspieler Patrick Stewart litt den Angaben seiner langjährigen Sprecherin zufolge an Alzheimer sowie an der selteneren Lewy-Körperchen-Demenz. Letztere tritt laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bei rund fünf Prozent aller Demenzkranken auf.
Neben einer fortschreitenden Gedächtnisstörung zeigen Patientinnen und Patienten bei der Lewy-Körperchen-Demenz demnach psychotische Symptome und/oder Bewegungsstörungen sowie auffällige Schwankungen ihrer geistigen Fähigkeiten und ihrer Wachheit im Tagesverlauf. "Der Anteil der Männer an den Betroffenen ist wahrscheinlich höher als bei der Alzheimer-Demenz", schreibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. "Die Symptome treten überwiegend erst nach dem 65. Lebensjahr auf."
Der Name geht auf den Nervenarzt Friedrich H. Lewy zurück, der 1912 erstmals die für die Parkinson-Krankheit charakteristischen Einschlüsse in bestimmten Nervenzellen des Hirnstamms beschrieb. Die durchschnittliche Krankheitsdauer nach der Diagnosestellung beträgt sieben bis acht Jahre. "Wie bei anderen Demenzerkrankungen auch verlieren die Betroffenen zunehmend die Fähigkeit, im Alltag zurechtzukommen", schreibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. "Im Endstadium kommt es zu Schluckstörungen und in der Regel sterben Betroffene an einer Lungenentzündung."
Zum Krankheitsbild von Alzheimer gehören Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit. Die Krankheitsdauer bis zum Tod beträgt im Durchschnitt etwa acht Jahre.
Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 30.10.2026 ab 5:30 Uhr.
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