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Wednesday, September 30, 2026

Tanken in Deutschland war noch nie so teuer wie im September

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Ein Kunde tankt an einer Tankstelle ein Auto.

Stand: 30.09.2026 • 10:23 Uhr

Die durchschnittlichen Preise an Tankstellen in Deutschland waren noch nie höher als im September. Für den Rest des Jahres dürften die Preise für Autofahrerinnen und Autofahrer durch den "Tankrabatt" aber sinken.

Der September wird der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. So viel steht schon vor dem Monatsende fest, wie aus Daten des ADAC hervorgeht, die die Nachrichtenagentur dpa ausgewertet hat. Selbst wenn Benzin und Diesel am letzten Tag des Monats verschenkt würden, bliebe der Durchschnittspreis über den bisherigen Rekorden aus dem August beziehungsweise April, so der Automobilclub.

Diesel im Durchschnitt bei fast 2,40 Euro pro Liter

Bei der aktuellen Preisentwicklung rechnet der ADAC im September mit einem Durchschnittspreis im Bereich um 2,27 Euro pro Liter bei Superbenzin der Sorte E10 und mit einem mittleren Wert im Bereich um 2,38 bis 2,39 Euro für den Liter Diesel. Die bisherigen Rekordwerte liegen dem Automobilclub zufolge für E10 bei 2,145 Euro, für Diesel bei 2,263 - also jeweils um mehr als 10 Cent niedriger.

Der Preis für Super E10 stieg am 3. September auf 2,22 Euro pro Liter und löste damit den bisherigen Tagesrekord von 2022 ab. Die Preise für einen Liter Diesel erreichten am 17. September mit 2,47 Euro ihren Höchststand.

Heute um 8 Uhr, einen Tag vor dem Start des zweiten "Tankrabatts", kostete ein Liter E10 laut Daten der ARD im Mittel 2,23 Euro. Für einen Liter Diesel zahlten Autofahrerinnen und Autofahrer demnach im Schnitt 2,38 Euro. Das ergibt die SWR-Datenanalyse aller Kraftstoff-Preise der rund 15.000 deutschen Tankstellen.

Neuer "Tankrabatt" soll Abhilfe schaffen

Getrieben werden die Preise vor allem durch den Iran-Krieg, der insbesondere durch die Schließung der Straße von Hormus massive Einschränkungen bei den Ölexporten aus der Golf-Region bedeutet. Daneben spielt aber auch ein Mangel an Raffineriekapazitäten eine Rolle.

Im Oktober dürften die Spritpreise nun eher fallen. Ab Donnerstag um 0.00 Uhr gilt der neue "Tankrabatt". Durch Kürzungen bei anfallenden Steuern wird der Preis für einen Liter Diesel oder Benzin um knapp 17 Cent sinken.

Vom Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) hieß es: "Die neuerliche Senkung von Energie- und Mehrwertsteuer wird ab 1. Oktober um Mitternacht ohne Einschränkungen und Aufschläge weitergegeben - wie schon im Mai und Juni", sagte Hauptgeschäftsführer Christian Küchen. Er betonte zugleich, "dass sich neben den Steuersätzen andere Kostenfaktoren häufig ändern, die für die Preisbildung an Tankstellen ebenso relevant sind".

Wann kommt der "Tankrabatt" wirklich an?

Beim ersten "Tankrabatt" im Mai und Juni waren unter anderem das ifo-Institut, die Monopolkommission und auch das Bundeskartellamt zum Schluss gekommen, dass der Rabatt weitgehend, aber nicht zu 100 Prozent weitergegeben wurde. Dieser Darstellung hat en2x stets widersprochen.

Der "Tankrabatt" startet zwar ab Mitternacht, er gilt aber nur für Kraftstoffe, die ab dann Raffinerien und Tanklager verlassen. Bis alle Tankstellen mit verbilligtem Sprit versorgt sind, kann es einige Zeit dauern. Im Mai war der Preis dennoch bereits in der ersten Nacht bei den meisten Tankstellen deutlich gefallen.

Kritik gibt es derweil, dass der Bund Verbraucherinnen und Verbraucher an der Tankstelle entlastet, derweil aber die Preise für das Deutschlandticket, das bundesweit gültige Monatsabo für den ÖPNV, erhöht werden dürften. Nach Berichten der Rheinischen Post dürfte der Preis im nächsten Jahr auf 67 Euro steigen.

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