The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 15, 2026

Canva integriert Affinity in neue ProSuite

Translate

Canva will sein Angebot für professionelle Gestalter in der neuen Canva ProSuite bündeln. Sie verbindet die Grafiksoftware Affinity, das 2D-Animationsprogramm Cavalry, das Tool zur Datenvisualisierung Flourish und die generative KI-Plattform Leonardo mit der Hauptanwendung Canva.

Im Unterschied dazu bündelt die bereits verfügbare Canva Visual Suite Aufgaben wie Gestalten, Schreiben und Präsentieren unter andere, mit den Web-Apps Canva Docs, Canva Sheets, Whiteboards sowie einem Video- und Foto-Editor, einem Website-Baukasten und Canva Code.

Die Idee hinter der ProSuite ist eine stärkere Arbeitsteilung: Profis erstellen Vorlagen, Teams sollen die Ergebnisse in Canva weiterverwenden und an ihre Bedürfnisse anpassen können.

Canva will außerdem den Datenaustausch mit Drittanbietern erleichtern. Das Unternehmen nannte konkret den Import von Dateien aus Adobe InDesign sowie Unterstützung für den Raw-Entwickler Capture One und die Videobearbeitung DaVinci Resolve. Daten aus Affinity sollen sich mit Canva Sheets verbinden lassen. Affinity-Dokumente soll man künftig in Cavalry öffnen können.

Canva will die einzelnen Anwendungen in der ProSuite miteinander verzahnen, etwa die Übergabe einer Animation von Cavalry an die Canva-App.

(Bild: Canva)

Das Update auf Affinity 3.3 beinhaltet ein neues Grafikwerkzeug für Übergänge zwischen Vektorformen. Das Blend-Tool soll Gestaltern helfen, Objekte entlang von Kurven zu verteilen und Formen kontrollierter ineinander übergehen zu lassen. Einstellungen für Geschwindigkeit und Gewichtung sollen dabei bestimmen, wo ein Übergang dichter oder weiter ausfällt. Änderungen bleiben jederzeit bearbeitbar. Hinzu kommen ein vereinfachtes Werkzeug für Masken und Unterstützung für 3D-Modelle.

Bisher konnte Affinity immer nur ein Raw-Foto entwickeln. Das soll sich mit Version 3.3 ändern: Canva verspricht den Import von mehreren Fotos. Bildstile sollen sich auf mehrere Fotos anwenden lassen. Intelligente Werkzeuge sollen aufwendige Korrekturen bei Mischlichtsituationen oder verwackelten Aufnahmen erleichtern.

Mit einer Skriptfunktion sollen sich wiederkehrende Arbeitsschritte über die Arbeitsbereiche Gestaltung, Bildbearbeitung und Seitenlayout hinweg automatisieren lassen. Eine kostenlose Verbindung zum KI-System Claude verspricht Befehle an die Grafikbearbeitung in Alltagssprache. Der Hersteller nennt als Beispiele Stapelbearbeitung von Dateien und die Vorbereitung von Druckdaten.

KI-gestützte „Szenendekomposition“ analysiert bearbeitete Bilder und zerlegt sie wieder in bearbeitbare Ebenen. Außerdem nennt Canva einen eigenen Arbeitsbereich für Astrofotografie.

Das Entwickeln-Modul in Affinity 3.3 wendet Bildstile auf einzelne oder mehrere Fotos an.

(Bild: Canva)

Die Animationssoftware Cavalry will Canva außerdem besser mit seinem gleichnamigen Hauptprogramm verzahnen: Ausgewählte Teile einer Animation, etwa Texte oder Farben, soll man künftig innerhalb von Canva bearbeiten können. Die Animationsszene bleibt dabei gesperrt. Teams könnten so Vorlagen anpassen, ohne Aufbau, Bewegung oder Gestaltungsvorgaben zu beschädigen.

KI-Werkzeuge in Cavalry sollen Hintergründe entfernen, Vektorgrafiken erzeugen und Bilder in Ebenen aufteilen. Daneben nennt Canva neue Formen sowie Beleuchtungs- und Verzerrungseffekte, einen überarbeiteten Kurveneditor und bessere Einbindung von Tabellen und Vektorgrafiken.

Die Updates sind laut Hersteller ab sofort für Windows und macOS verfügbar. Canva, Affinity und Cavalry sollen weiterhin kostenlos nutzbar bleiben. Der Tarif Canva Free umfasst einen einfachen Gestaltungseditor, 5 GByte Cloud-Speicher, Millionen von Vorlagen, Fotos und Videos sowie die KI-freien Basisfunktionen von Affinity.

Für Einzelnutzer kostet Canva Pro 12 Euro monatlich oder 110 Euro jährlich; es erweitert das Angebot um sogenannte Premium-Vorlagen und -Medien, 100 GByte Cloud-Speicher sowie Unterstützung für Marken und Beiträge in sozialen Netzwerken. Enthalten sind außerdem KI-Funktionen in Canva wie Hintergrundentfernung, automatische Formatänderung und Übersetzung sowie KI-Werkzeuge in Affinity etwa zum Freistellen oder generativen Füllen.

Canva Business kostet 17 Euro je Nutzer und Monat oder 170 Euro jährlich und ergänzt Teamverwaltung inklusive Freigaben, bis zu 100 Markenpakete, 500 GByte Cloud-Speicher, ein höheres KI-Kontingent sowie Zugang zu Flourish für Datenvisualisierungen.

View the original on heise online

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.