Flet 1.0: Cross-Platform-Apps in Python entwickeln
Flet, das Python-Framework zur Entwicklung grafischer Cross-Platform-Anwendungen, ist final in Version 1.0 erschienen und bringt einige größere Änderungen mit.
Zwischen der Alpha aus dem Juni und der finalen Version jetzt hat das Team insbesondere an Stabilität, Dokumentation und der Roadmap für künftige Versionen gearbeitet. Die Alpha hatte viele Änderungen mitgebracht, beispielsweise führte sie neben dem imperativen einen deklarativen Sprachstil ein.
Flet Studio zeigt eine Galerie mit fertigen Web-Apps und dem zugehörigen Code.
Ferner gibt es automatische Updates für die UI mit dem Befehl yield nach abgeschlossenen Events, sodass Entwicklerinnen und Entwickler sie nicht eigens auslösen müssen. Einige Funktionen sind nun persistente Dienste, wie Audio, Geolocator oder Clipboard, und überleben damit Reloads und Navigationsschritte. Web-Apps können komplett Wasm nutzen und es gibt einen Offline-Modus, der die Flutter- und Pyodide-Ressourcen einbindet. Apps lassen sich auch in HTML einbetten.
150 fertige Layout-Elemente
Entwickler gestalten mit Flet Oberfläche und Logik von Anwendungen komplett in Python, und zwar für Android, iOS, Linux, macOS, Windows und das Web. Es sind laut Flet-Team keine anderen Sprachen wie Swift, Kotlin oder HTML erforderlich. Für die UI-Gestaltung liefert Flet über 150 Layout-Elemente wie Knöpfe, Schalter, Formulare oder Navigationskomponenten. Entwickler können Python-Bibliotheken wie NumPy oder pandas einbinden – auch mobil – und Accessibility-konform arbeiten. Erweiterungen lassen sich mit Flutter-Paketen hinzufügen.
flet build erzeugt eine Anwendung und flet test führt Integrationstests mit pytest inklusive Screenshots aus. Für iOS und Android gibt es Vorschau-Apps, mit denen sich Flet-Projekte direkt auf dem Gerät testen lassen. Windows- und Mac-Anwendungen starten mit flet run und Web-Apps mit flet run --web [script], optional mit Portangabe: --port [nummer].
Für die einfache und KI-gestützte Entwicklung von Web-Apps gibt es zudem den Online-Dienst Flet Studio, der auch eine Galerie zum Ausprobieren mit Code-Beispielen bietet.
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