PunchOndo orders removal of abandoned heavy vehicles, equipment on roadsCNN TürkFransa'da grev dalgası: Ülke genelinde sokaklara döküldülerDaily MaverickROVING REPORTERS: Inside the Gauteng caves where rocks reveal the mysteries of Homo nalediThe Jerusalem PostIran receives US feedback on seven-day trust-building plan, main issue is sequencingInquirerHouse prosecution to present Duterte’s bank records within the weekCapital FMIsrael-bound flight diverted after fight between pilotsObservador DesportoPortugal regista 2.º maior número de expulsões na UEABC NewsLast US troops expected to leave Iraq on Wednesday following 12-year ISIS fightColliderThe 10 Best Slice-of-Life Books, RankedThe GuardianIsrael-bound passenger plane makes emergency landing in Saudi Arabia after reported fight between pilotsNotJustOkFor Me Lyrics by FidoStraits Times SportForever our champion: Gym pays tribute to S’porean muay thai fighter who died after bout
The Daily Newsstand · Free, Always
Wednesday, September 30, 2026

Unser Fenster nach Russland: Was kommt nach den Wahlen in Russland?

Translate
Kopf mit Mikro Kopfhörer und einem Mund, der wegfliegt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Externen Inhalt erlauben

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Foto: Manuel Fazzini

Radio-Echo-Chefredakteur Maxim Kurnikov über die politische Lage nach der Wahl, eine mögliche weitere Ausreisewelle und die Arbeit russischer Exilmedien in Berlin.

Tigran Petrosyan

Im September hat Russland gewählt. Die Regierungspartei „Einiges Russland“ von Wladimir Putin hat die Wahl erneut gewonnen. Eine Überraschung war das für niemanden. Doch uns interessiert vor allem: Was kommt danach? Was bedeuten diese Wahlen für Russland – und welche Entwicklungen sind jetzt zu erwarten?

Darüber spricht Maxim Kurnikov, Chefredakteur von Radio Echo, einem kritischen russischsprachigen Exilmedium mit Sitz in Berlin. Gastgeber des Podcasts „Freie Rede“ ist Tigran Petrosyan.

Nach Einschätzung von Kurnikov könnte es nach den Wahlen zu einer weiteren Verschärfung des Regimes, einer Zunahme der Repressionen und einer Eskalation des Krieges kommen.

taz panterstiftung

Durch Spenden an die taz panterstiftung werden unabhängige und kritische Jour­na­lis­t:in­nen finanziell unterstützt. Die taz panterstiftung fördert Nachwuchs, den internationalen Austausch und Zivilcourage.

Schwierige Wirtschaftslage in Russland

Gleichzeitig befindet sich Russland derzeit in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage, erklärt Kurnikov. Der russische Staat müsse von seinen eigenen Bür­ge­r:in­nen immer mehr Geld einnehmen, um seine Militärausgaben zu finanzieren.

„So steigen die Kosten für Wohnen, Heizung und Strom erheblich. Und wissen Sie, für welches Datum diese Erhöhungen angesetzt wurden? Für den 1. Oktober. Das heißt: Zuerst finden die Wahlen statt, und danach werden die Menschen mit Tarifen konfrontiert, die teilweise fast anderthalb- oder sogar doppelt so hoch sind wie zuvor“, sagt Kurnikov.

Auch die Angst vor einer möglichen Mobilmachung beschäftigt viele Menschen. Nach Kurnikovs Beobachtungen und den Recherchen seines Redaktionsteams gibt es eine neue Welle von Menschen, die Russland verlassen und in Länder reisen, für die sie kein Visum benötigen – also dorthin, wo sie kein Schengen-Visum brauchen: nach Armenien, Serbien oder Georgien.

Dabei unterscheide sich diese neue Ausreisewelle deutlich von früheren, berichtet Kurnikov: „Wir sehen, dass die Menschen dieser neuen Ausreisewelle deutlich weniger wohlhabend sind als diejenigen, die 2022 und 2023 gegangen sind. Sehr häufig handelt es sich um sehr junge Menschen, die kaum Erfahrung mit einem freien, selbstständigen Leben haben. Ihre Eltern schicken sie weg. Sie sind 18 oder 19 Jahre alt. Die Eltern haben Angst, dass ihre Kinder einfach zur Armee eingezogen werden und keine Zukunft haben“.

Berlin für russische Exil­jour­na­lis­t:in­nen

Kurnikov, der selbst in Berlin lebt, erzählt außerdem die Geschichte von Radio Echo und Echo Moskwy und erklärt, warum Berlin für ihn heute die wichtigste Stadt der Welt für den russischen Journalismus ist.

Dabei zieht er auch eine Parallele zur Emigration aus der Sowjetunion: „Wenn wir unsere Situation mit der Emigration aus der Sowjetunion vergleichen, befinden wir uns deshalb in einer wesentlich privilegierteren Lage. Wir stehen ständig mit Menschen in Verbindung, die sich innerhalb Russlands befinden“

Zum Schluss geht es um die Arbeit des Echo-Verlags. Kurnikov stellt Bücher vor, die der Verlag herausbringt und die seiner Einschätzung nach sogar für die aktuellen Verhandlungen von Bedeutung sein könnten.

Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz panterstiftung, die dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird – Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u. a. Russland/Belarus“ im Podcastformat „Freie Rede“ der taz panterstiftung.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

View the original on taz →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.