100. Auftritt als SC-Trainer: Rotiert Schuster in seinem Jubiläumsspiel?
Das Heimspiel gegen FK Jablonec in der Conference League ist für Julian Schuster sein 100. Pflichtspiel als SC-Trainer. Bei ihm herrscht aber vor allem Vorfreude auf den internationalen Einsatz unter Flutlicht.

Feiert beim Conference-League-Auftakt gegen Jablonec sein 100. Spiel als SC-Trainer: Julian Schuster IMAGO/Jan Huebner
"Man hat von Anfang an gemerkt, dass Julian voller Energie für die Aufgabe ist, und das hat sich auf uns übertragen", blickte Vize-Kapitän Maximilian Eggestein auf den Start von Julian Schuster als Nachfolger von Christian Streich vor etwas mehr als zwei Jahren zurück. "Es gibt immer einen guten Austausch, und wir haben an der Art und Weise gearbeitet, wie wir Fußball spielen wollen."
Dass er so schnell auf eine dreistellige Anzahl an Spielen kommt, hätte er nicht gedacht, sagte Schuster, "aber es zeigt, was die letzten Jahre passiert ist". Allein in der Vorsaison kam der Sport-Club durch die Europa-League- und DFB-Pokalpartien auf 54 Pflichtspiele. Die Europa-League-Reise, die erst im Finale in Istanbul endete (0:3 gegen Aston Villa), begann da mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Basel.
Conference League, 1. Spieltag
"Es ist wichtig, wieder gut reinzustarten", betonte Eggestein nun vor dem Heimspiel in der Conference League gegen FK Jablonec (Donnerstag, 21 Uhr, LIVE! bei kicker), den Tabellenfünften der tschechischen Chance Liga. Schließlich folgen darauf zwei schwere Auswärtsspiele im Europapokal in Monaco (22.10.) und bei Trabzonspor (05.11.). "Wir haben spannende und interessante Gegner", blickte der Mittelfeldspieler auf die kommenden internationalen Aufgaben. Deswegen spüre er eine "gleich große Vorfreude" wie vor einem Jahr auf die Europa League.
Schuster warnt vor defensivstarkem Gegner
Auch wenn der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga als Favorit in das Spiel gegen den zweifachen tschechischen Pokalsieger geht, warnte Schuster vor einem Gegner "der gut verteidigen kann", was man unter anderem den wenigen Gegentoren in der Liga sehe. "Sie sind kompakt und lauern auf Bälle ins Zentrum, um umschalten zu können." Von hinten heraus hätten sie "kurze spielerische Lösungen" und dazu "zwei spielstarke Innenverteidiger". Der SC-Coach verwies darauf, dass Jablonec in den Playoffs das schottische Spitzenteam Glasgow Rangers rausgeworfen hat.
Bei uns gibt es viele, die auf den Platz wollen. Wir freuen uns deshalb, dass jetzt mehr Spiele anstehen.
Maximilian Eggestein über die Konkurrenz im SC-Kader
Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Freiburger (sieben Siege, ein Remis) gehen natürlich mit viel Rückenwind und Selbstbewusstsein in das erste Conference-League-Spiel. Nachdem Schuster seine erfolgreiche Startformation zuletzt nicht verändert hatte, könnte es am Donnerstagabend mal wieder Wechsel geben. "Der Kader gibt es definitiv her zu rotieren", sagte der SC-Coach, "wir haben oft genug erwähnt, wie breit er ist."
Dabei helfe auch die Erfahrung aus den vergangenen Jahren, in denen der Sport-Club in drei von vier Saisons international im Einsatz war. "Wir sind gut damit gefahren, nicht zu weit zu schauen", erklärte Schuster. Es werde nach Matchplan und der "individuellen Belastung" entschieden.
Beste nach Schalke fraglich - Irié steht bereit
Bei Niklas Beste wird am Spieltag noch mal ganz genau hingeschaut, denn der Rechtsaußen hat beim 2:1 im Heimspiel gegen den Schalke 04 einen Schlag abbekommen, über Schulter- und Nackenschmerzen geklagt und nur individuell trainiert. Für ihn stünde Cyriaque Irié bereit.
"Mit ihm bin ich sehr zufrieden über die letzten Wochen", sagte Schuster über den 21-Jährigen. "Er setzt Dinge inhaltlich gut um und steht körperlich gut da." Dass er in der Länderspielpause nicht für Burkina Faso im Einsatz war, sondern in Freiburg geblieben ist, sei ebenfalls gut für dessen Entwicklung beim SC gewesen.
"Bei uns gibt es viele, die auf den Platz wollen", weiß auch Eggestein. "Wir freuen uns deshalb, dass jetzt mehr Spiele anstehen, sind uns aber auch bewusst, dass es sehr intensiv werden wird." An Eggestein wird die Rotation aber sicher vorbeigehen. Er hat schon in der vergangenen Saison 53 der 54 Spiele gemacht, und fehlte beim Europa-League-Spiel in Genk (0:1) auch nur wegen einer Rotsperre.
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