Sohn unterstützte IS: "Terroristen-Gericht" in USA schiebt Afghanin ab

Sohn unterstützte IS"Terroristen-Gericht" in USA schiebt Afghanin ab
12.09.2026, 01:40 Uhr

Vor 30 Jahren wurde in den USA ein Gericht zur Entfernung von ausländischen Terroristen geschaffen. Es sollte sich um komplexe Abschiebefälle kümmern. Nun weist es erstmals jemanden aus: eine 47-jährige afghanische Mutter.
Die USA haben erstmals eine Afghanin auf Anweisung eines "Gerichts zur Entfernung ausländischer Terroristen" (ATRC) abgeschoben. Die 47-Jährige sei Ende August in ihr Heimatland gebracht worden, teilte das Justizministerium mit. Die seit 2018 in den USA lebende Frau habe "eingeräumt, dass sie eine ausländische Terroristin ist" und auf Rechtsmittel verzichtet. Das Ministerium sprach von einem "Präzedenzfall". Der US-Kongress hatte das Gericht vor 30 Jahren geschaffen, es hatte aber bisher nie getagt. Es soll sich um komplexe Abschiebefälle kümmern, deren Akten aus Sicherheitsgründen der Geheimhaltung unterliegen.
Der Sohn der nun abgeschobenen Frau, Abdullah Hadschi Sada, war im vergangenen Jahr in den USA zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sich schuldig bekannt, mit einem Komplizen im Auftrag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) einen Anschlag am Tag der Präsidentschaftswahl 2024 geplant zu haben. Seiner Mutter wurde vorgeworfen, die Pläne unterstützt zu haben.
Die beiden Männer wollten laut Gerichtsdokumenten von einem verdeckt arbeitenden Mitarbeiter der Bundespolizei FBI zwei AK-47-Sturmgewehre und 500 Schuss Munition kaufen, um am 5. November 2024 einen "Massenangriff mit zahlreichen Opfern" zu verüben. Sadas Komplize hatte sich ebenfalls schuldig bekannt und wartet noch auf sein Urteil.
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