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Thursday, September 10, 2026

Zugang zum Roten Meer: Huthi-Miliz nimmt Stadt an Meerenge Bab al-Mandab ein

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Zugang zum Roten MeerHuthi-Miliz nimmt Stadt an Meerenge Bab al-Mandab ein

10.09.2026, 18:12 Uhr

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Die Huthis unter Anführer Abdul-Malik al-Huthi kämpfen mit den Regierungstruppen um die Vorherrschaft im Jemen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Durch den Iran-Krieg können Handelsschiffe die Straße von Hormus nicht vollständig nutzen. Eine alternative Route führte durch die Meerenge Bab al-Mandab. Die jemenitische Huthi-Miliz, die von Teheran unterstützt wird, erobert nun jedoch die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka.

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben aus jemenitischen Militärkreisen und Augenzeugenberichten zufolge die strategisch wichtige Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemens eingenommen. Die vom Iran unterstützte Miliz kontrolliert damit einen wichtigen Zugang zur Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres.

Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, und verbündete Milizen. Die mit der Regierung verbündeten Kräfte hätten ihre Waffen und Ausrüstung aus Mokka in ein Gebiet südlich der Stadt verlegt, sagten Militärkreise. Dies sei Teil einer Neuordnung der Truppenstationierung in dem Gebiet nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Huthi-nahe Medien und Nutzer sozialer Netzwerke verbreiteten Videos, die Patrouillen der Miliz innerhalb von Mokka zeigen sollen. Die Aufnahmen konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

Die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte, die Mokka bisher kontrollierten, zogen sich zurück. Er habe die Kämpfer angewiesen, sich an einen sicheren Ort südlich der Stadt zurückzuziehen, teilte Kommandeur Tarik Salih mit, der Neffe des getöteten Ex-Präsidenten Ali Abdullah Salih. Die Huthi seien an mehreren Fronten nach Mokka vorgedrungen und die Truppen an der Westküste dabei einen "schweren Preis" gezahlt.

Mokka liegt unmittelbar nördlich der Meerenge Bab al-Mandab. Sie ist neben der Straße von Hormus eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten. Von Mokka aus können die Huthi Handels- und andere Schiffe im Roten Meer noch gezielter angreifen oder stören als zuvor. Die Huthi hatten dort in vergangenen Jahren mehrfach Schiffe angegriffen und teils versenkt oder diese gekapert.

Bab al-Mandad als Handelsroute

Seit Ausbruch des Iran-Kriegs wird der Bab al-Mandab als alternative Handelsroute genutzt, um Ausfälle durch die Straße von Hormus etwas zu kompensieren. Nach einigen Jahren ohne größere Kämpfe ist der Konflikt im Zuge des Iran-Kriegs nun erneut aufgeflammt.

Die Huthi hatten Saudi-Arabien zuletzt vorgeworfen, mit Kampfjets in verschiedenen Provinzen mehr als 50 Luftangriffe geflogen zu haben. Das Königreich war 2015 militärisch in den Krieg eingetreten und suchte in vergangenen Jahren einen Ausweg. Die Bedrohung aus dem benachbarten Jemen, von wo aus die Huthi Ölanlagen und zivile Ziele in Saudi-Arabien angriffen, hält aber an.

Der Vorsitzende des Hohen Politischen Rats der Huthi, Mahdi al-Maschat, teilte mit, die Lage in Mokka habe sich nach den Kämpfen stabilisiert. Den "irregeführten" Kämpfern, die ihre Waffen niederlegten und "zur Vernunft" zurückkehrten, wurde eine Amnestie angeboten. Die Huthi werden vom Iran unterstützt und handeln auch im Interesse Teherans. Sie verfolgen aber vor allem eigene Interesse und wollen ihre Macht im Jemen erhalten und ausbauen.

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