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Wednesday, September 30, 2026

Flydubai-Flug muss notlanden: Israel spricht von Terror

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Ein Flydubai-Flug auf dem Weg nach TelAviv ist nach einem gewaltsamen Zwischenfall im Cockpit in Saudi-Arabien notgelandet. Es war zunächst unklar, ob es sich um einen Anschlagsversuch handelt.

30.09.2026 | 0:35 min

Ein Flug von Dubai nach Tel Aviv musste am Mittwoch nach Saudi-Arabien umgeleitet werden. Grund dafür war Berichten zufolge ein Handgemenge zwischen den Piloten und keine Entführung. Dabei soll einer der Piloten den anderen mit einem Messer verletzt haben. Das berichteten verschiedene israelische Medien unter Berufung auf Passagiere des Flugzeugs.

Notrufsignale über Jordanien

Die Boeing 737 der Fluggesellschaft Flydubai hatte dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 zufolge im jordanischen Luftraum zunächst ein allgemeines Notrufsignal abgesetzt. Wenige Minuten später folgte ein Signal, das auf einen unrechtmäßigen Eingriff hindeutete, bevor das Flugzeug schließlich in Tabuk im Nordwesten von Saudi-Arabien landete.

Der Flughafen in Tabuk bestätigte die Notlandung und teilte mit, der Kapitän und der erste Offizier seien mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Angaben über weitere Verletzte gab es zunächst keine.

Berichte über Streit im Cockpit nicht bestätigt

Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die Maschine sei zu Beginn des Vorfalls steil in die Tiefe geflogen. Einer der Piloten habe den anderen mit Hilfe von Passagieren daran gehindert, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Ein Bild von Bord der gelandeten Maschine soll einen Passagier mit einem blutbefleckten Hemd zeigen. Einer der Piloten habe eine Stichverletzung erlitten.

Die Ursache des Streits blieb zunächst unklar. Zudem war ungewiss, ob einer der Piloten das Signal absichtlich gesendet hatte. Aus dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hieß es, es handele sich vermutlich nicht um eine Entführung. Die Situation sei unter Kontrolle. Eine israelische Sprecherin bestätigte, der tatverdächtige Copilot werde gegenwärtig in Saudi-Arabien befragt. Die israelische Regierung vermutet hinter der außerplanmäßigen Landung eines Passagierflugzeugs in Saudi-Arabien Insidern zufolge einen versuchten Terroranschlag durch einen der Piloten.

Israelis sollen nach Hause geflogen werden

An Bord der Maschine seien etwa 180 Israelis, berichtete die Zeitung "Haaretz". Laut Fluggesellschaft sollen sie nun nach Israel zurückgebracht werden. Israel und Saudi-Arabien unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Flydubai fliegt täglich zwischen Dubai und Tel Aviv. Im September 2025 war eine Maschine der Fluggesellschaft wegen eines medizinischen Notfalls in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gelandet.

Zeugen berichten über Schreie und Blut

Eine Israelin erzählte dem TV-Sender N12, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe "Schreie und Panik" gegeben. "Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer", sagte sie. Es gehe den Passagieren der Maschine inzwischen gut. "Die Situation hätte aber auch anders enden können", betonte sie.

Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen. "Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden." Laut Medienberichten geht man in Israel von einem möglichen versuchten Terroranschlag aus.

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