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Thursday, September 17, 2026

„Noch nie dagewesenes Niveau“: KI-Ausgaben steigen auf 2,7 Billionen US-Dollar

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Die weltweiten Ausgaben für künstliche Intelligenz erreichen laut einer Prognose der Marktforscher von Gartner in diesem Jahr 2,7 Billionen US-Dollar. Die Gartner-Analysten sprechen dabei von einem „noch nie dagewesenen Niveau“ und veranschlagen die Ausgabensteigerung zum Vorjahr auf 49,5 Prozent.

Damit hat Gartner seine Jahresprognose vom Mai – 2,59 Billionen US-Dollar globale KI-Ausgaben – noch einmal nach oben korrigiert. Es sei das Zusammenspiel aus Investitionen in KI-Infrastruktur sowie einer Integration von KI in Software und Dienstleistungen, das die Investitionen hoch treibe. Die gesamten globalen IT-Ausgaben für dieses Jahr hat Gartner im Juli auf 6,37 Billionen US-Dollar geschätzt – mit der aktuellen Prognose hätten damit circa 42 Prozent KI-Bezug. Für 2027 rechnet Gartner mit einem Anstieg der KI-Ausgaben auf 3,6 Billionen US-Dollar – also rund ein Drittel mehr.

Der Löwenanteil bei den KI-Ausgaben entfällt 2026 laut der Prognose mit rund 1,48 Billionen US-Dollar auf die Infrastruktur. „Der Kapazitätsausbau durch Hyperscaler und Dienstleister, die KI-optimierte Server anschaffen, wird auch weiterhin den mit Abstand größten einzelnen Ausgabenposten darstellen“, erklärte Analyst John-David Lovelock und bezeichnete die Ausgaben noch einmal als größtes Infrastrukturprojekt der Menschheit. Die Nachfrage nach KI-optimierten IaaS-Angeboten und Servern sowie auf KI ausgelegte Netzwerkinfrastrukturen und Halbleitern wird seiner Ansicht nach hoch bleiben. Auch der Preisdruck durch steigende Speicherkosten ändere daran kaum etwas.

Auf der Softwareseite sieht Gartner ein Rennen der Anbieter, in hohem Tempo agentenbasierte KI in ihre Lösungen zu integrieren, um sich so Marktrelevanz zu bewahren. Die Analysten sehen die KI-anwendenden Firmen bei GenAI inzwischen in einer Phase der Ernüchterung angekommen: Unternehmen setzen jetzt verstärkt auf die einfacher nutzbaren, integrierten KI-Funktionen ihrer etablierten Softwareanbieter, um betriebliche Effizienz zu steigern und Arbeitsabläufe zu automatisieren.

Ebenso erwarten die Firmenkunden von ihren Anbietern Unterstützung bei der Kostenkontrolle und bei der Nutzungserfassung für Erfolgsbewertung. Für Modellanbieter steige der Druck, kosteneffizientere Modelle anzubieten, die auf Anwendungsfälle in Unternehmen abgestimmt sind. Hier sieht Gartner eine wachsende Chance für domänenspezifische Sprachmodelle und erwartet auch besonders explosives Wachstum im Segment der generativen KI-Modelle, das dieses Jahr um 117 Prozent auf 28,3 Milliarden US-Dollar steigen soll. Den Ausgabenbereich für KI-Software schätzt Gartner dabei für 2026 auf ein Volumen von 461 Milliarden US-Dollar, den für KI-Services auf rund 576 Milliarden.

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