Kampf gegen Medien – US-Präsident Trump will CNN den Zugang zum Weissen Haus verbieten

- Der US-amerikanische TV-Sender CNN hat ab sofort keinen Zugang zum Weissen Haus. Dies hat US‑Präsident Donald Trump mitgeteilt.
- Von dem Verbot sind auch der Sender MS NOW und das Newsportal «Politico» betroffen.
- Donald Trump warf auf seiner Plattform Truth Social, den betroffenen Medienanstalten vor, dass sie Falschnachrichten verbreiten.
Mit dieser Entscheidung wären Reporterinnen und Reporter der betroffenen Medienhäuser von Pressekonferenzen und Terminen Trumps im Oval Office ausgeschlossen. CNN ist einer der bekanntesten Nachrichtensender weltweit.
«Politico» gehört zum Portfolio des deutschen Medienkonzerns Axel Springer.
CNN: Keine Anzeichen, die Ankündigung umzusetzen
Wie weitreichend das Verbot ist und ob die Journalisten auch nicht mehr auf Regierungsflügen in der Air Force One dabei sein dürfen, blieb unklar.
CNN berichtete auf seiner Webseite, dass es nach Trumps Ankündigung zunächst keine Anzeichen dafür gegeben habe, dass seine Regierung Massnahmen ergriffen habe, um dies tatsächlich umzusetzen. Das CNN-Team sei am Freitagnachmittag weiterhin im Weissen Haus gewesen.
Ähnlich berichtete der Nachrichtensender MS NOW. Reporter seien im Weissen Haus gewesen, als Trump seinen Post publiziert habe. Die Trump-Regierung habe bislang noch keine Massnahmen ergriffen, hiess es in dem Bericht am Nachmittag (Ortszeit) weiter.
Kein Novum für Medienschaffende
Die Medienhäuser sind nicht die Ersten, die von Verboten betroffen wären. Zu Beginn seiner im Januar 2025 angetretenen zweiten Amtszeit war etwa der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) der Zugang zum Weissen Haus erschwert worden.
Trump schrieb in seinem Post, Medienunternehmen sollten nicht ständig über «FIKTION und LÜGEN» schreiben oder sie verbreiten dürfen, wenn sie über den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Regierung oder die Vereinigten Staaten von Amerika berichten. Der Republikaner kündigte an, dass weitere Medienhäuser folgen werden. Namen nannte er keine.
Trump geht in seiner zweiten Amtszeit mit zunehmender Härte gegen ihm missliebige Medien vor.
Reaktion aus dem US-Senat
Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, schrieb auf der Plattform X: «Donald Trump hat gerade das getan, was Diktatoren im Laufe der Geschichte getan haben.»
Er erinnerte Trump zugleich daran: «Das ist eine Demokratie.» Er werde es nicht schaffen, Nachrichten zu manipulieren oder die Wahrheit zu verbergen.
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