Formel 1: Antonelli ist jüngster Weltmeister aller Zeiten
Ist nun jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten: Andrea Kimi Antonelli.
Quelle: AFPMercedes-Pilot Kimi Antonelli ist zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister. Dem Italiener reichte am Sonntag beim Großen Preis von Mexiko ein dritter Platz hinter Max Verstappen (Red Bull) und Lewis Hamilton (Ferrari), um sich im 19. von 23 Saisonrennen vorzeitig den historischen Titel in der Motorsport-Königsklasse zu sichern.
Antonelli krönt sich in Mexiko zum Formel-1-Weltmeister
Im Alter von 20 Jahren und 68 Tagen löste Antonelli in seiner erst zweiten Formel-1-Saison Sebastian Vettel als jüngsten Weltmeister der Geschichte ab. Der Deutsche war bei seinem ersten Titel (2010) 23 Jahre und 134 Tage alt.
"Weltmeister, wir haben es geschafft", jubelte Teamchef Toto Wolff. Nach neun Siegen und 16 Podien in 19 von 23 Rennen ist der WM-Triumph der vorläufige Höhepunkt von Antonellis verheißungsvoller Karriere. Enorm schnell und cool unter Druck: In seiner erst zweiten Formel-1-Saison raste er im Stile großer Champions zum dominanten Triumph.
Hamilton und Russell halten Titelrennen offen
Zwischen Verstappen und Antonelli beendete Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari das Rennen, das auch von einer rund 40-minütigen Unterbrechung geprägt war, als Zweiter.
Antonellis zumindest rechnerisch verbliebene Konkurrenten Hamilton und George Russell hatten im Qualifying am Samstag noch ihre Pflicht erfüllt. Hamilton schnappte sich erstmals als Ferrari-Pilot und erstmals nach mehr als drei Jahren die Pole Position. Antonellis Teamkollege Russell ging als Zweiter ins Rennen - sie waren zum Siegen verdammt, wollten sie die Titelentscheidung noch einmal aufschieben.
Antonelli allerdings hatte sein Schicksal erstmals selbst in der Hand - und eine komfortable Ausgangslage von Startplatz vier: Der neunte Platz hätte ihm in jedem Fall zum Triumph gereicht.
Angespannter Titelanwärter vor dem großen Tag
Der Trubel der vergangenen Wochen war am sonst so unbeschwerten Antonelli nicht spurlos vorbeigegangen: Erst fing er sich einen Virus ein, der ihn unter der Woche ausbremste, nach der unbefriedigenden Zeitenjagd am Samstag gab er außerdem zu: "Ich war vielleicht ein bisschen angespannt."
Am Sonntag fühlte sich Antonelli dann aber "sehr gut", auf eine kontrollierte Titelfahrt hatte er an einem "absolut aufregenden Tag" keine Lust. "Ich will mindestens auf das Podium", kündigte er an.
Rennunterbrechung bringt zusätzliche Spannung
Noch weit vor dem Rennstart stand er Arm in Arm mit Papa Marco in der Garage, scherzte und blickte lächelnd auf seinen Mercedes. Auch für einen Geburtstagsstreich blieb noch Zeit: Antonelli schmierte Ingenieur Andrew Shovlin Schlagsahne ins Gesicht.
Beim Start hielt er sich dann aus den Zweikämpfen seiner Mitstreiter heraus. Russell verlor mehrere Positionen und kassierte für eine Kollision mit Red-Bull-Pilot Isack Hadjar zudem eine Zeitstrafe.
An der Spitze duellierten sich die Ferrari-Piloten hart, auch Charles Leclerc wurden fünf Sekunden Strafe aufgebrummt. Doch der Monegasse führte zunächst - vor Verstappen und Hamilton, die sich per Funk über die milde Strafe beklagten.
Nach den ersten Reifenwechseln übernahm Verstappen dann die Führung, wenig später kamen alle Autos an die Box: Nach einem Einschlag von Valtteri Bottas musste das Rennen für Aufräumarbeiten unterbrochen werden. In der Boxengasse wirkte Antonelli in dieser Phase selbstsicher und grinste im Gespräch mit seinem Team.
Historischer Triumph für Italien und Mercedes
Beim stehenden Neustart blieb Verstappen vorn, Hamilton schob sich an Leclerc vorbei. Auch Antonelli überholte den Monegassen, war nun Dritter - und fuhr seinem großen Triumph entgegen.
Antonelli ist zudem der erste italienische Weltmeister seit Alberto Ascari, der 1953 seinen zweiten und letzten WM-Titel mit Ferrari holte. Für Mercedes ist es der erste Fahrer-Titel seit 2020. Das Werksteam stellt auch den ersten Weltmeister seit der Einführung des umfassenden neuen Reglements zur laufenden Saison.
Antonelli war mit einem komfortablen Vorsprung nach Mexiko gereist und hatte seinen Triumph erstmals in der eigenen Hand. Für den Titelgewinn in Mexiko-Stadt hätte in jedem Fall der neunte Platz gereicht.
ZDFsportstudio Update:Dein ZDFsportstudio Newsletter
Alle Highlights aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal und die wichtigsten Nachrichten aus dem Sport.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.