heise+ | Musizieren mit Handbewegungen in der Luft: Der Sway-Controller im Test
Warum sollte ein Electro-Musiker oder DJ über seinen Reglern kauern, wie Gollum in einer Höhle, wenn er den Sound auch wie ein Magier mit Handgesten in der Luft formen könnte? Ein ähnliches Bild hatte Jeremy Buckley vor Augen, als er den Sway Controller entwarf. Hände gleiten durch die Luft, Sounds und Effekte verändern sich mit jeder Bewegung, Spannung baut sich auf – bis zum Drop. Zusammen mit einem Partner gründete Buckley das australische Unternehmen Audima Labs, um die Idee in Form eines kompakten MIDI-Controllers umzusetzen. Heute kümmert sich zusätzlich ein dritter Mitarbeiter um die Software. Nach einer erfolgreichen Indiegogo-Kampagne bieten sie das Gerät inzwischen für 749 US-Dollar an (rund 710 Euro inklusive Versand nach Deutschland, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll). Die Auslieferung der vierten Charge ist für November/Dezember 2026 vorgesehen. Das Prinzip orientiert sich am 1920 erfundenen Theremin. Seinerzeit ließ man die Hände über dem Gerät zwischen zwei Antennen gleiten, um ein zittriges Summen in Tonhöhe und Lautstärke zu steuern.
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