Jahr 2026 endet glänzend: Zverev wird Nummer eins der Tennis-Welt

Deutschlands Tennis-Star Alexander Zverev wird am Jahresende die neue Nummer eins der Weltrangliste. Das steht nach seinem Auftaktsieg beim Masters-Turnier in Shanghai fest. Der 29-Jährige muss dabei zwar eine Schrecksekunde überstehen, dann aber ist der historische Erfolg sicher.
Tennisprofi Alexander Zverev hat eine Schrecksekunde überstanden und den ultimativen Schritt auf dem Weg zur Nummer eins gemacht. Der 29 Jahre alte Hamburger besiegte zum Auftakt des Mastersturniers in Shanghai den Lokalmatador Yibing Wu mit 6:4, 7:6 (7:4). Damit ist ihm die Führung in der Weltrangliste am Jahresende sicher. Zverev wird der erste Deutsche seit Boris Becker im Jahr 1991 sein, der den Tennis-Thron erklimmt.
Es ist nur noch der Zeitpunkt offen, wann Zverev offiziell als Nummer eins geführt wird. Sollte der zweimalige Grand-Slam-Champion das Turnier in Shanghai gewinnen, würde er bereits mit einem Halbfinal-Einzug bei der darauffolgenden ATP Series in Wien (24. Oktober bis 1. November) die Spitze übernehmen. Falls Zverev in Shanghai das Endspiel verliert, muss er in Wien zwingend den Titel holen, damit er bei der anschließenden Aktualisierung der Weltrangliste am 2. November schon zur neuen Nummer 1 wird.
Bei einem früheren Ausscheiden in Shanghai wird er spätestens bei den ATP Finals Platz eins übernehmen. Dies liegt an den Berechnungen der Weltrangliste. Becker hatte Zverev bereits vorab gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger, nachdem der Italiener Sinner vor ein paar Tagen sein vorzeitiges Saisonende verkündet hatte.
Schreck beim Umknicken
Dem Deutschen genügte in Shanghai ein insgesamt unspektakulärer Auftritt mit nur zwei Gewinnschlägen in Satz eins. Zverev, der in diesem Jahr die French Open und die US Open gewonnen hat, steht derzeit noch auf Weltranglistenplatz zwei. Er wird den Italiener Jannik Sinner aber in den kommenden Wochen überholen. Beim Sieg gegen Wu knickte er mit dem linken Fuß leicht um und blieb auf dem Platz sitzen. Nach kurzer Pause ging es für ihn aber beim Stand von 5:5 im zweiten Satz doch weiter.
"Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe. Er geht voll auf jeden Ball, ich habe aber gut serviert", sagte Zverev nach seinem erfolgreichen Turniereinstieg. "Er schlägt so hart wie es geht. Deshalb hängt das Spiel nicht so sehr von dir selbst ab", sagte Zverev nach dem Sieg und zeigte sich zufrieden.
Eine minimalistische Chance gibt es noch, die Zverevs Erfolg vereiteln könnte. Theoretisch könnten der Spanier Carlos Alcaraz und der Amerikaner Ben Shelton, der in Shanghai den Deutschen Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8:6) besiegte, bis Jahresende noch an Zverev vorbeiziehen. Dafür müsste entweder Alcaraz oder Shelton aber nicht nur alle Turniere gewinnen, sondern auch noch für zusätzliche kleine Turniere melden. Das ist extrem unwahrscheinlich.
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