Trump in Flugzeug abgelichtet: Brisante Fotos zeigen Pläne für Abriss des Kennedy Centers

Trump in Flugzeug abgelichtetBrisante Fotos zeigen Pläne für Abriss des Kennedy Centers
17.09.2026, 17:50 Uhr
Vor Gericht scheitert Trump mit seinen Umbenennungsplänen für das Kennedy Center in Washington. Nun erwischt ein Fotograf den US-Präsidenten mit einem brisanten Plakat. Darauf prangen die Worte "Kennedy Center Demolish".
Fotos legen den Verdacht nahe, dass sich US-Präsident Donald Trump mit einem Abriss des renommierten Kulturzentrums Kennedy Center in Washington beschäftigt. Auf den Bildern des Fotografen Brendan Smialowski ist Trump durch das Fenster der Präsidentenmaschine Air Force One mit einem Ausdruck zu sehen, über dem in roten Buchstaben zu lesen ist "Kennedy Center Demolish" (etwa: Abriss des Kennedy Centers).
Der Ausdruck scheint die Zerstörung eines Gebäudes zu zeigen und ein gelbes Baufahrzeug, das Trümmer wegschaufelt. Die Fotos entstanden am Mittwoch auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich der Hauptstadt Washington. Die Aufnahmen verbreiteten sich rasch in Onlinenetzwerken.
Der Präsident hatte am Dienstag die sofortige Schließung des Kennedy Centers in der US-Hauptstadt verkündet. Hintergrund ist ein Rechtsstreit um die von Trump verlangte Anbringung seines eigenen Namens an der Fassade. Ein US-Bundesrichter hatte dies zuvor erneut verweigert.
Gerichte unterbinden Namensänderung
Die Kultureinrichtung war 1971 zu Ehren des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy eröffnet worden. Trump warf der Leitung nach seinem erneuten Amtsantritt eine links-"woke" Haltung vor und setzte sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern.
Das Gremium beschloss im vergangenen Dezember die Umbenennung in "Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts". Trumps Name wurde daraufhin in Großbuchstaben auf der Fassade über dem Kennedys angebracht. Gerichte erklärten dies jedoch für unrechtmäßig, da nur der Kongress eine Namensänderung beschließen kann.
Die aktuelle Schließung des Zentrums begründete Trump mit angeblich notwendigen Renovierungsarbeiten in Millionenhöhe, zuletzt wurden Bauzäune rund um das Gebäude am Fluss Potomac aufgestellt. Der 80-jährige Präsident sagte, für die Renovierung müsse seine Regierung auf jeden Fall "Anerkennung" erhalten. Ansonsten werde das Zentrum für immer schließen. "Am Ende wird es abgerissen", drohte er am Mittwoch.
Im Oktober 2025 hatte Trump bereits den historischen Ostflügel des Weißen Hauses in Washington abreißen lassen, um Platz für einen Ballsaal für bis zu 1000 Gäste zu schaffen.
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