Kompany, Kimmich & Co.: So geht es bei den Bayern in dieser Woche weiter
Eine schlechte Nachricht jagte beim FC Bayern in der vergangenen Woche die nächste, der Spielplan kennt trotzdem keine Gnade. Immerhin: Mit dem ein oder anderen Rückkehrer ist bald zu rechnen.

In Freiburg sandten die Fans eine Botschaft an den Trainer. IMAGO/MIS
Beim 3:1-Sieg in Freiburg zeigte der FC Bayern 80 Minuten lang eine starke Leistung, trotzte den vielen Ausfällen. Immerhin fehlten neben Trainer Vincent Kompany sechs Spieler aus dem Profikader: Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Luis Diaz, Aleksandar Pavlovic, Min-Jae Kim und Bara Sapoko Ndiaye. Eine lange Ausfallliste inmitten vier englischer Wochen am Stück, die dritte davon hat das Pokalspiel gegen Zweitligist Magdeburg (Mittwoch, 20.45 Uhr) und das Topspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr) im Programm.
Bayerns englische Woche
Kompany wird gegen Magdeburg fehlen. Wie lange darüber hinaus, ist unklar. Die Macher beim FC Bayern raten dem Trainer dringend zu einer längeren Pause, haben aber zumindest teilweise ihre Zweifel, ob Kompany sich daran hält. Das wird natürlich auch von der endgültigen Diagnose und dem Gesundheitszustand des Coaches abhängen.
Etwas klarer sieht die Perspektive bei den Spielern aus. Luis Diaz (Muskelbündelriss) und der am Blinddarm operierte Ndiaye fehlen sicher in dieser Woche, vermutlich auch Musiala, der nach seinem bei der Nationalelf erlittenen Muskelfaserriss noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Er soll jedoch noch vor der nächsten Länderspielpause Einsatzminuten bekommen.
Kimmich kehrt gegen den BVB zurück
Gegen Magdeburg noch fehlen wird auch Kimmich. Er soll nach einem Trauerfall im engsten Familienkreis noch an der Beerdigung teilnehmen und dann wieder zur Mannschaft stoßen. Sofern sich der Vize-Kapitän in der Lage fühlt, wäre er gegen Dortmund einsatzbereit. Das sollte auch für Pavlovic und Kim gelten, die am Montag eine individuelle Einheit an der Säbener Straße absolvierten. Vor allem bei Pavlovic (Wadenverhärtung) handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, ihn nicht mit nach Freiburg zu nehmen.
Bleibt mit Neuer der Kapitän, der sich nach wie vor mit Probleme am Fuß plagt, die einen Einsatz in Stavanger (3:3) und gegen Leipzig (6:1) verhinderten, ehe er gegen Arsenal (2:2) ins Tor zurückkehrte, um in Freiburg zu fehlen. Die Prognose: Neuer wird gegen Magdeburg noch pausieren, das Spiel hätte in der Ursprungsplanung ohnehin Jonas Urbig bekommen sollen.
Abzuwarten bleibt, inwieweit Vertretungstrainer Aaron Danks trotz der Ausfälle gegen den Zweitligisten die Rotationsmaschine anwirft. Mit Hiroki Ito und Sacha Boey könnten zwei bislang kaum eingesetzte Spieler ihre Chance erhalten, auch die Talente Tim Binder, Cassiano Kiala und David Santos warten auf eine Chance, standen in Freiburg im Kader.
Vielleicht beginnt aber auch weitgehend die A-Elf, um einen Vorsprung herauszuschießen und dann frühzeitig zu wechseln. Schließlich wartet am Samstag das Duell mit den punktgleichen Dortmundern und nur drei Tage später die knifflige Auswärtsaufgabe bei Atletico Madrid in der Champions League. Klar ist: Die Bayern sind inmitten diesen Blocks froh um jeden verfügbaren Spieler. Und Kompany? Der fehlt ganz sicher als Persönlichkeit. Vielleicht führt der Sieg in Freiburg aber auch zur Erkenntnis, dass es zwischendurch ohne ihn geht und er sich die nötige Zeit nimmt.
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