Trump in Irland: US-Präsident besucht seinen eigenen Golfplatz

Donald Trump ist zu einem zweitägigen Besuch in Irland eingetroffen. Dabei vermischt er Geschäftliches mit Privatem.
Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa
afp/ap | US-Präsident Donald Trump ist zu einem zweitägigen Besuch in Irland eingetroffen. Trump landete am Samstagmorgen am Flughafen Dublin, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Medienberichten zufolge will der US-Präsident in Dublin mit Regierungschef Micheal Martin und Präsidentin Catherine Connolly zusammenkommen. Es werden Proteste erwartet.
Anschließend reist Trump nach Doonbeg an der Westküste weiter, wo er einen Golfplatz besitzt. Dort will der US-Präsident am Sonntag das Golfturnier Irish Open verfolgen, bevor er nach Washington zurückreist.
Kritik aus der Bevölkerung
Mit dem Besuch vermischt Trump erneut offizielle Pflichten mit seinen persönlichen Interessen. Bewohner der Region äußerten sich verärgert über die Beeinträchtigungen durch die Sicherheitsvorkehrungen für den Präsidenten. „Er stiftet in dieser Stadt Chaos, weil er nach Doonbeg fahren und Golf spielen will“, sagte Taxifahrer Christopher Fox. „Die Welt ist im Aufruhr, und dieser Typ spielt Golf.“
Die Studentin Mina Petrovski bezeichnete Trumps Haltung gegenüber Frauen, Einwanderern und Minderheiten im Allgemeinen als abscheulich. Sie sagte, es sei beschämend, dass die irische Regierung ihn mit offenen Armen empfange.
Im vergangenen Jahr reiste Trump für fünf Tage nach Schottland, um in seinem Club in Turnberry Golf zu spielen. Später weihte er einen neuen Trump-Golfplatz in Balmedie in Aberdeenshire ein. Während dieses Besuchs führte er Gespräche mit dem damaligen britischen Premierminister Keir Starmer und der Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen.
Die Sicherheitsvorkehrungen wurden vor Trumps Besuch deutlich verschärft. Am Dienstag war über der irischen Ostküste eine große Drohne gesichtet worden, die Behörden untersuchen den Vorfall. Zuletzt hatte Trump Irland 2019 während seiner ersten Amtszeit besucht.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
„Eingelocht“ ist wieder da Wie der Golfer Donald Trump im Soccermilieu versackte
Kolumne Eingelocht von Bernd Müllender
Nach dem Fußballsommer ohne Golf-Kolumne müssen wir auf den Finalabend der WM zurückblicken. Und dabei muss es um den golfenden Wüterich gehen.
Golfrunde mit dem US-Präsidenten Kanes Eigentor
Auf dem Fußballfeld steht Harry Kane meistens goldrichtig. Dass er mit Donald Trump Golf gespielt hat, kommt weniger gut an.
Von Rico Setz
Vergoldete Trump-Statue eingeweiht US-Geistlicher verteidigt Segnung gegen Kritik
Auf Trumps Golfplatz in Florida steht jetzt eine riesige goldene Statue des US-Präsidenten. Manche erinnert das an den Tanz ums Goldene Kalb und Götzendienst.
taz FUTURZWEI im Abo entdecken
Endlich mal ein Magazin für Zukunft
taz FUTURZWEI ist unser Magazin für eine bessere Zukunft. Das Abo bietet jährlich vier Ausgaben für nur 38 Euro. Zudem erhalten Sie eine Ausgabe von Luisa Neubauers neuestem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ (solange Vorrat reicht).
- Jedes Quartal neu in Ihrem Briefkasten
- Nur 38 Euro im Jahr
- Als Prämie Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“
- Herausgegeben von Harald Welzer
Jetzt abonnieren
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.