Trumps goldverziertes Oval Office wird Nationaldenkmal
US-Präsident Trump will das Oval Office und den Kabinettsraum zu Nationaldenkmälern erklären lassen.
06.11.2026 | 0:28 minUS-Präsident Donald Trump will sich mit seinem großflächig mit Goldornamenten verzierten Arbeitszimmer verewigen und hat das Oval Office dafür zum Nationaldenkmal erklärt. Ob er damit verhindern kann, dass seine Nachfolger den Raum wieder umgestalten, ist allerdings fraglich.
Die Rechtswirksamkeit der Anordnung, die Trump im Weißen Haus unterzeichnet hatte, sei unklar, schrieb die "Washington Post". Künftige Präsidenten würden dadurch nicht daran gehindert, das Oval Office neu zu dekorieren, hieß es in der Zeitung "USA Today".
Nachrichten | Politik
:Wie Trump das Weiße Haus umbautBallsaal, Golddeko und Bodenbelag für Stöckelschuhe: Donald Trump gestaltet das Weiße Haus um. Erkunden Sie, was der US-Präsident schon verändert hat und was er noch plant.
Trump nahm Maßnahmen früherer Präsidenten zurück
Trump hatte bei der Unterzeichnung gesagt, der Schritt werde es künftigen Präsidenten "theoretisch unmöglich" machen, ihr offizielles Arbeitszimmer ohne Zustimmung des Parlaments radikal umzubauen oder deutlich umzugestalten. In dem Dokument selbst heißt es allerdings:
Nichts in dieser Anordnung darf so ausgelegt werden, dass sie die Befugnis des Präsidenten einschränkt, das Denkmal neu zu gestalten (...), sofern die historische Struktur und der architektonische Charakter des Denkmals nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
Aus der Anordnung von US-Präsident Donald Trump
Triumphbogen, Ballsaal: US-Präsident Trump hat viele Umbaupläne für Washington. Überschreibt er damit die Identität der Stadt?
01.06.2026 | 1:22 minAls Präsident hatte Trump zudem bereits selbst Anordnungen seiner Vorgänger zurückgenommen. Im Juli hatte er die Fläche des Naturschutzgebiets "Bears Ears" erheblich verkleinert, um den Weg für Erdölbohrungen und Kohlebergbau freizumachen. Damit machte er eine Maßnahme seines Vorgängers Joe Biden rückgängig.
Ex-Präsident Obama verspottet Trumps Einrichtung
Das Oval Office ist der bekannteste Raum im Weißen Haus. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Präsidenten-Arbeitszimmer auf unzähligen Fotos abgebildet, die auch die vom jeweiligen Präsidenten geprägte Inneneinrichtung festhielten. Trump gestaltete den Raum in seiner zweiten Amtszeit besonders beherzt um und ließ vor allem zahlreiche Goldornamente an den Wänden anbringen.
Die Renovierung des Arbeitszimmers sorgte immer wieder für Spott. Erst kürzlich hatte Ex-Präsident Barack Obama bei einem Auftritt im Wahlkampf gesagt, Trump sollte eher bei einem auf Hausbau, Inneneinrichtung und Renovierung spezialisierten TV-Sender zu sehen sein.
Trump habe das Weiße Haus aussehen lassen, "als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet", sagte Obama in Anspielung auf den überladenen Luxus in Palastbauten des früheren irakischen Diktators und die für ihre eher kitschige Dekoration bekannte US-Restaurantkette.
"Als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet": Bei einem Wahlkampfauftritt hat der ehemalige US-Präsident Barack Obama Trumps Deko im Weißen Haus verspottet.
25.10.2026 | 0:49 minTrump spricht seit Midterms über Architektur
Trumps Republikaner hatten bei den US-Parlamentswahlen eine verheerende Niederlage hinnehmen müssen. Ab Beginn der neuen Legislaturperiode im Januar haben die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses - derzeit kontrollieren die Republikaner noch das Repräsentantenhaus und den Senat.
In den Tagen nach der Wahl sprach Trump hauptsächlich von seinen Architekturprojekten, darunter seinen Plänen für einen Ballsaal, für den er bereits den Ostflügel des Weißen Hauses hatte abreißen ließ. Denkmalschützer gehen dagegen vor, der Ballsaal darf aber zunächst weitergebaut werden.
Auch am Kennedy Center wollte Trump sich verewigen: Sein Name wurde jedoch von der Fassade der Kultureinrichtung in Washington entfernt. Voran ging ein richterlicher Beschluss.
14.06.2026 | 0:43 minArbeit an Triumphbogen vorerst gestoppt
Zudem verwies Trump auf seine Pläne, einen riesigen Triumphbogen zu bauen. Gegner des Projekts erzielten am Donnerstag allerdings einen ersten Erfolg vor Gericht: Eine Richterin setzte die Arbeit an dem umstrittenen rund 76 Meter hohen Bauwerk zunächst für zwei Wochen aus, während die Rechtmäßigkeit des Projekts geprüft wird.
Die Anordnung der Richterin untersagt vorerst jegliche Arbeiten bis hin zum Abtragen des Rasens in dem großen Kreisverkehr, in dem der Triumphbogen nach Trumps Vorstellungen errichtet werden soll. Das Bauwerk soll größer werden als der berühmte Arc de Triomphe in Paris. Die Höhe wird unter anderem kritisiert, weil in der Nähe eine Einflugschneise des Washingtoner Reagan-Flughafens verläuft.
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