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Monday, October 26, 2026

Alles Wichtige zur Wahl in Israel im Liveblog

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Enges Rennen bei Parlamentswahl erwartet:Wahl in Israel: Hält sich Benjamin Netanjahu an der Macht?

Israel wählt ein neues Parlament. Im Zentrum steht die Frage, ob Ministerpräsident Netanjahu an der Macht bleibt. Es wird ein enges Rennen erwartet. Alles Wichtige im Liveblog.

Wichtige Meldungen

Herzog: Werde keinem Druck durch USA nachgeben

Der israelische Präsident Izchak Herzog will sich bei der Vergabe des Auftrags zur Regierungsbildung nicht von den USA unter Druck setzen lassen. Er werde keinem Druck von US-Präsident Donald Trump nachgeben, wenn es darum gehe, welcher Parteivorsitzende nach der Wahl zuerst mit der Regierungsbildung beauftragt werde, sagte Herzog.

Trump hatte zuvor dem bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erneut seine Unterstützung ausgesprochen. Es wird erwartet, dass Herzog den Vorsitzenden der Partei mit den meisten Stimmen mit der Regierungsbildung beauftragt. Da voraussichtlich keine Partei die absolute Mehrheit im Parlament erringt, dürfte dafür eine Koalition nötig sein.

Quelle: (Archivbild | Photo by Attila KISBENEDEK / AFP)

Wichtige Meldung

Wahlkampfhilfe aus dem Weißen Haus

Kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat US-Präsident Donald Trump seine Unterstützung für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt. Die Israelis rief er in seinem Onlinedienst Truth Social auf, erneut Netanjahu ihre Stimme zu geben. "Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender, kämpferischer Ministerpräsident war", schrieb Trump. Netanjahu und Trump gelten trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten als enge Verbündete. 

Netanjahus Kampf ums politische Überleben

Am Dienstag wählt Israel ein neues Parlament. Dabei geht es auch um die Zukunft der Regierung von Ministerpräsident Netanjahu. Denn Ex-Generalstabschef Eisenkot könnte ihm gefährlich werden.

26.10.2026 | 1:48 min

Wichtige Meldung

Das sind die Schlüsselthemen bei der Parlamentswahl

Vor allem diese Themen spielen bei der Parlamentswahl in Israel eine entscheidende Rolle:

  • Aufarbeitung des 7. Oktober 2023: Viele Israelis fordern eine unabhängige Untersuchungskommission zu den Versäumnissen, die den Großangriff der Hamas und auf Israel ermöglichten. Die Opposition hat die Bildung einer Kommission angekündigt. Die Regierung Netanjahus lehnt diese ab.
  • Radikale Siedler und Gewalt im Westjordanland: Angriffe radikaler jüdischer Siedler im Westjordanland auf Palästinenser und Journalisten haben in jüngster Zeit für Schlagzeilen gesorgt. Netanjahu ist auf die Stimmen der radikalen Siedler angewiesen. Gegner werfen ihm vor, hier nachsichtig zu sein.
  • Sicherheitsstrategie: Seit Jahrzehnten beruht Israels Sicherheitsdoktrin auf drei Prinzipien: ein starker Geheimdienst, Abschreckung und kurze Kriege. Seit dem 7. Oktober 2023 setzt die Regierung jedoch auf umfassende Armeeeinsätze. Das belastet die Armee - ein Streitthema.
  • Lebenshaltungskosten: Die wirtschaftliche Lage belibt für viele Wählerinnen und Wähler ein zentrales Anliegen. Die Lebenshaltungskosten in Israel sind so hoch wie in wenigen anderen Ländern der Welt.

Experte über Knesset-Wahl: Kommt der Machtwechsel in Israel?

Die Mitbewerber: Bennett, Lapid und Liebermann

Netanjahu und Eisenkot gelten als aussichtsreichste Kandidaten. Es gibt jedoch weitere Bewerber bei der Parlamentswahl:

  • Der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett, der mit dem führenden Oppositionspolitiker Jair Lapid auf der gemeinsamen Liste Bejachad (Hebräisch: Zusammen) antritt, liegt laut Umfragen zwar weit hinter Eisenkot. Israelischen Beobachtern zufolge könnte es dem Mitte-Rechts-Politiker aber gelingen, von Netanjahu enttäuschte rechte Wähler für sich zu gewinnen.
  • Jair Lapid gehört seit mehr als zehn Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der israelischen Politik. 2012 wechselte der beliebte TV-Moderator in die Politik und gründete die Mitte-Partei Jesch Atid. Der mittlerweile 62-Jährige etablierte sich rasch als einer der führenden Oppositionspolitiker und Netanjahu-Gegner.
  • Avigdor Lieberman wurde 1958 in der damaligen Sowjetrepublik Moldau geboren. Ende der 1970er Jahre wanderte er nach Israel aus und ist seitdem aus der dortigen politischen Landschaft nicht wegzudenken. Als einer der wenigen leitete er gleich drei der wichtigsten Ministerien Israels: die Ressorts Verteidigung und Finanzen sowie das Außenamt.
Naftali Bennett
Jair Lapid (Archivbild)
Avigdor Liebermann (Archivbild)

Naftali Bennett

Quelle: Photo by Jack GUEZ / AFP

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Der Hauptrivale: Gadi Eisenkot

Der ehemalige Generalstabschef Gadi Eisenkot ist laut jüngsten Umfragen Netanjahus Hauptrivale im Kampf um das Ministerpräsidentenamt. Der 66-jährige Mitte-Rechts-Kandidat gilt als integer und authentisch. In der Öffentlichkeit genießt er hohes Ansehen. Der Tod seines Sohnes Gal und zweier Neffen im Gaza-Krieg brachte ihm in Israel auch deshalb viel Anteilnahme ein, weil keiner der Söhne Netanjahus nach dem 7. Oktober Armeedienst leistete.

Wichtige Meldung

Der Amtsinhaber: Benjamin Netanjahu

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren als Regierungschef erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Netanjahu ist der am längsten amtierende Ministerpräsident Israels. Der 77-Jährige steht unter anderem wegen des Iran-Kriegs massiv unter Druck. Zudem macht eine Mehrheit der Israelis ihn für das Versagen der israelischen Sicherheitskräfte bei dem Angriff der radikalislamischen Hamas am 7. Oktober 2023 verantwortlich.

Wichtige Meldung

Parlamentswahl in Israel beginnt am Dienstag

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren an der Regierungsspitze erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Eine Mehrheit der Israelis macht den 77-Jährigen aber für das Versagen der israelischen Sicherheitskräfte bei dem Angriff der radikalislamischen Hamas am 7. Oktober 2023 verantwortlich. Seinen Herausforderern werden daher gute Chancen eingeräumt.

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