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Thursday, September 17, 2026

"Wir werden sie bald vergessen": Neues Buch über Lady Di klagt Charles an

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"Wir werden sie bald vergessen"Neues Buch über Lady Di klagt Charles an

17.09.2026, 11:50 Uhr

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Nein, vergessen ist sie bis heute nicht: Prinzessin Diana. (Foto: picture alliance / Stefano Spaziani)

"Swan Song: Diana, My Sister" lautet der Titel des in der kommenden Woche erscheinenden Buchs, in dem kein Geringerer als Prinzessin Dianas Bruder Charles Spencer auspacken will. Einen Vorgeschmack darauf gibt es schon jetzt.

Kommende Woche bringt Lady Dianas Bruder Charles Spencer sein mit Spannung erwartetes Buch "Swan Song: Diana, My Sister" auf den Markt. Der 62-Jährige hat angekündigt, darin "offen" und "ausführlich" über seine 1997 bei einem Autounfall verstorbene Schwester zu sprechen. Der Palast darf sich also womöglich wieder einmal auf die eine oder andere ungemütliche Enthüllung oder Behauptung gefasst machen.

Einen Vorgeschmack darauf gibt es jetzt bereits, da die britische Zeitung "Daily Mail" erste Auszüge aus Spencers Memoiren veröffentlicht hat. Unter anderem geht es dabei um eine bemerkenswerte Aussage, die der heutige König Charles III. über seine frühere Ehefrau gemacht haben soll. Laut Spencer sagte Charles während eines hitzigen Telefonats über Diana: "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen."

Zu dem Streit sei es in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September gekommen, erklärt Spencer. Im Mittelpunkt habe die Frage gestanden, ob Lady Dis Söhne, Prinz William und Prinz Harry, damals 15 und 12 Jahre alt, hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen sollten.

Hitziges Gespräch

Spencer schreibt laut Vorabbericht, dass er entschieden gegen die Teilnahme seiner Neffen gewesen sei. Diana habe seiner Ansicht nach nicht gewollt, dass ihre Söhne einer solchen öffentlichen Belastung ausgesetzt würden. Nachdem er seine Bedenken gegenüber einem Mitarbeiter des Königshauses geäußert habe, soll ihn der damalige Prinz Charles angerufen haben.

Charles habe im Gespräch unter anderem darauf verwiesen, dass er selbst nach dem Tod seines Großonkels Lord Mountbatten 1979 hinter dessen Sarg gelaufen sei. Spencer erklärt, er habe dem entgegengehalten, dass Charles damals bereits 30 Jahre alt gewesen sei.

Das Gespräch sei zunehmend hitziger geworden. Spencer beschreibt laut "Daily Mail", wie Charles seinem Ärger freien Lauf gelassen und schließlich die Worte gesagt habe, die ihn bis heute beschäftigten. Im Buch werde die Bemerkung des heutigen Monarchen als Ausdruck von dessen damaliger Verachtung Dianas und seines Unverständnisses für die weltweite Anteilnahme an ihrem Tod interpretiert.

Spencer legte auf

Er selbst sei von der Aussage derart überrascht gewesen, dass er zunächst einige Sekunden nichts habe sagen können, wird Spencer weiter zitiert. Schließlich habe er Charles lediglich geantwortet: "Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast." Dann habe er aufgelegt.

Am Ende nahmen William und Harry an der Trauerprozession teil. Gemeinsam mit ihrem Vater Charles, ihrem Großvater Prinz Philip und Charles Spencer liefen sie hinter Dianas Sarg zur Westminster Abbey.

William erklärte später in der BBC-Dokumentation "Diana, 7 Days" aus dem Jahr 2017, es sei eine gemeinsame Entscheidung der Familie gewesen. Spencer hatte dagegen bereits früher öffentlich gemacht, dass er insbesondere den damals erst zwölfjährigen Harry nicht in der Prozession sehen wollte.

Das Königshaus reagierte inzwischen auf Spencers Darstellung. Grundsätzlich kommentiere man Bücher nicht, erklärte ein Sprecher laut "The Sun". König Charles sei sich jedoch bewusst, dass Spencers Schmerz um die verstorbene Schwester die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinflussen und auch viele Jahre später die Erinnerung färben könne.

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